Verkehrssicherheit US-Behörde prüft Teslas Robotaxi

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach US-Regeln benötigen autonome Robotaxis eine Ausnahmeerlaubnis, wenn sie ohne Lenkrad und Pedale unterwegs sein sollen. Tesla scheint diese Vorschrift zu ignorieren.

Tesla setzt große Hoffnungen in die Robotaxis. Allerdings scheinen die Erprobungsfahrten gegen Sicherheitsvorschriften zu verstoßen.(Bild:  Tesla Motors)
Tesla setzt große Hoffnungen in die Robotaxis. Allerdings scheinen die Erprobungsfahrten gegen Sicherheitsvorschriften zu verstoßen.
(Bild: Tesla Motors)

Tesla hat Ärger mit der US-Verkehrsaufsicht nach dem Betriebsstart seines Robotaxis Cybercab. Die Behörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) verweist in einem Fragenkatalog unter anderem auf die Regel, dass Fahrzeuge im US-Straßenverkehr eine per Fuß bedienbare Bremse haben müssen – und will wissen, wie ein Cybercab ohne Pedale dieser Sicherheitsvorschrift entsprechen kann. Für eine Antwort bekam Tesla Zeit bis Ende September. Bei fortlaufender Regelverletzung drohen Strafen von bis zu 139 Millionen Dollar (ca. 120 Mio. Euro).

Tesla hatte nach einem in den USA üblichen Verfahren vor dem Betriebsstart einiger Cybercabs im texanischen Austin Anfang September selbst versichert, dass die Fahrzeuge den gängigen Verkehrssicherheits-Vorschriften entsprechen. Die NHTSA hatte sofort Fragen dazu. Denn eigentlich müssen alle Wagen auf US-Straßen ein Lenkrad und Pedale haben. Der führende Robotaxi-Anbieter Waymo etwa behielt die Steuerelemente in tausenden seiner Fahrzeuge bei, die ohne einen Menschen am Steuer unterwegs sind. Etwa Polizei oder Feuerwehr können darauf bei Bedarf zurückgreifen.

Keine Ausnahme beantragt

Es gibt jedoch eine Ausnahmeregelung: Nach einer Prüfung durch die NHTSA können Unternehmen die Erlaubnis bekommen, bis zu 2.500 Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale auf die Straße zu bringen. Davon machte etwa die Amazon-Tochter Zoox Gebrauch, die in Las Vegas und San Francisco Menschen in ihren neuartigen Beförderungskapseln transportiert. 

Tesla beantragte eine solche Erlaubnis aber nicht. Einige Cybercab-Passagiere berichteten unterdessen, sie hätten auf dem Bildschirm des Wagens beim Einsteigen Steuerelemente gesehen – die allerdings nicht auf ihre Eingaben reagiert hätten. Möglicherweise betrachtet Tesla diese Funktion als angemessenen Ersatz für Lenkrad und Pedale.

Musks große Versprechen

Tesla-Chef Musk hatte verkündet, dass autonomes Fahren und humanoide Roboter die Zukunft des Elektroauto-Herstellers bestimmen würden. Anders als Waymo und andere Robotaxi-Entwickler verzichtet Tesla auf teurere Laser-Radare, die die Umgebung von Fahrzeugen abtasten und setzt ausschließlich auf Kameras. Dieser Ansatz ist zwar günstiger, wird aber von Experten und Konkurrenten als nicht sicher genug kritisiert. Musk beharrt darauf, dass Kameras ausreichend seien.

Trotz großer Ankündigungen des Tech-Milliardärs brachte Tesla bisher nur wenige selbstfahrende Wagen ohne menschliche Aufsicht auf die Straße.

 

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