Fahrerüberwachung „Die Karotte und der Stock“: Wenn das Cockpit provoziert und das System warnt

Von Sven Prawitz 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Moderne Cockpits provozieren Ablenkung, Warnsysteme nerven die Fahrer. Experten auf der Safety Week 2026 fordern: Systeme müssen unsichtbar bleiben, bis sie den Zustand des Fahrers exakt verstehen.

Viele Autofahrer lassen sich von Bildschirmen und Mobiltelefonen ablenken. Die heute üblichen Warnungen der Fahrzeuge greifen zu kurz, lautet das Urteil mehrerer Experten.(Bild:)
Viele Autofahrer lassen sich von Bildschirmen und Mobiltelefonen ablenken. Die heute üblichen Warnungen der Fahrzeuge greifen zu kurz, lautet das Urteil mehrerer Experten.
(Bild:)

Ablenkung tötet. In Österreich standen laut einer Studie der Statistik Austria, auf die Anja Schneider in ihrem Vortrag verweist, im Jahr 2022 hinter 29 Prozent aller Verletzungsunfälle und 25 Prozent aller tödlichen Unfälle abgelenkte Fahrer. Für die Vereinigten Staaten weist das US-Verkehrsministerium für 2023 ähnliche Größenordnungen aus. Die Zahlen sind bekannt. Trotzdem sind die Systeme, die dagegen wirken sollen, noch weit von dem entfernt, was Experten als ideal bezeichnen. Auf der Safety Week 2026 in Hanau machten drei Vorträge deutlich, wo die Entwicklung steht – und wie weit der Weg noch ist.