Autonomes Fahren Waymo startet Robotaxi-Testfahrten in München

Von Holger Holzer/SP-X 2 min Lesedauer

Waymo bringt seinen fahrerlosen Taxidienst nach München: Erste Kartierungsfahrten starten in den kommenden Wochen, der kommerzielle Robotaxi-Betrieb ist für Ende 2027 geplant.

Waymo hat einen Robotaxidienst für München angekündigt.(Bild:  Waymo)
Waymo hat einen Robotaxidienst für München angekündigt.
(Bild: Waymo)

Die Google-Schwester Waymo will ihren fahrerlosen Taxidienst nach Deutschland bringen. In den kommenden Wochen sollen erste Fahrzeuge für Kartierungsfahrten in München unterwegs sein. Der kommerzielle Betrieb mit vollautonomen Fahrzeugen ist für Ende 2027 vorgesehen. Zuvor müssen unter anderem die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen.

In einer ersten Phase will Waymo hochauflösende Karten des Münchner Straßennetzes erstellen und Daten zu den örtlichen Verkehrsbedingungen sammeln. Anschließend sollen autonome Testfahrten folgen, bei denen weiterhin speziell geschulte Sicherheitsfahrer hinter dem Steuer sitzen. Erst danach ist ein Betrieb ohne Fahrer vorgesehen. Die Erprobung soll tagsüber und nachts in zahlreichen Münchner Stadtteilen stattfinden.

Keine Details zum Waymo-Einsatz in München

Waymo ist aus dem im Jahr 2009 gestarteten Selbstfahrprojekt von Google entstanden. Für die Expansion nach München wurde zunächst noch kein konkretes Einsatzgebiet für den späteren kommerziellen Fahrdienst genannt. Auch Preise und Flottengröße stehen bislang nicht fest. Waymo betreibt in mehreren US-Städten kommerzielle Robotaxi-Dienste. Nach eigenen Angaben absolviert das Unternehmen dort inzwischen mehr als 500.000 Fahrten pro Woche. 

Wettbewerber von Waymo – Holon, Moia und Momenta

Der chinesische Zulieferer Momenta möchte ebenfalls in München einen Robotaxi-Dienst ermöglichen. Das Unternehmen arbeitet dafür mit dem Vermittler Uber zusammen. Anfang August gab Momenta bekannt, vom Kraftfahrtbundesamt eine Zulassung für den Deutschlandweiten Einsatz seiner Technik erhalten zu haben – zunächst für Testfahrten. Die Tests in München sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Volkswagen entwickelt über seine Mobilitätstochter Moia gemeinsam mit Mobileye einen autonom fahrenden ID Buzz. Seit Juli können ausgewählte Hamburger bereits Fahrten mit den selbstfahrenden Kleinbussen buchen. Noch handelt es sich um einen Testbetrieb, doch VW will daraus eine serienfähige Lösung für Verkehrsbetriebe und andere Flottenkunden machen. Langfristig soll der autonome ID Buzz auch in den USA fahren. 

Ein weiterer Wettbewerber aus Deutschland ist Holon. Das Tochterunternehmen von Benteler hat seit Ende 2025 ebenfalls eine deutschlandweit gültige Testzulassung des KBA. Anders als die oben erwähnten Konkurrenten setzt Holon auf ein Fahrzeugkonzept, das sich deutlich vom Pkw abhebt. Der Innenraum mit seinen Sitzschalen und Stehplätzen erinnert eher an eine Straßenbahn oder einem Stadtbus im Miniformat.

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