Aftermarket
Cash-Generator im Schatten der Transformation
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Der Aftermarket entwickelt sich zum stabilen Cash-Generator im Zuge der Transformation – und für viele Zulieferer zum entscheidenden Ergebnispfeiler. Die Wertschöpfung entsteht jedoch nicht automatisch.
Während das Erstausrüstungsgeschäft zunehmend durch Margendruck, hohe Investitionen in neue Technologien und volatile Nachfrage geprägt ist, rückt ein lange unterschätzter Bereich stärker in den Fokus: der Aftermarket. Ein zentraler Grund liegt im fundamental unterschiedlichen Profitabilitätsprofil von Original Equipment- und Aftermarket-Geschäften. Im Neuwagen und Erstausrüstungsgeschäft sind Margen nicht nur strukturell niedriger, sondern auch deutlich stärker konjunktur- und technologieabhängig. Im Gegensatz dazu erwirtschaften OEMs und Zulieferer einen überproportionalen Anteil ihres operativen Ergebnisses im Aftersales – trotz deutlich geringerer Umsatzanteile. Für Zulieferer zeigt sich: Unternehmen mit relevanter Aftermarket-Präsenz erzielen signifikant höhere EBIT- und Cash-Conversion-Raten als rein OE getriebene Wettbewerber.
Wie groß die Spannweite tatsächlich ist, verdeutlicht ein Blick auf die Profitabilität einzelner Aftermarket-Produktkategorien. Während Anbieter in komplexen, erstausrüstungsnahen Segmenten häufig nur niedrige bis mittlere einstellige EBIT-Margen erreichen, erzielen Best-in-Class-Player in klassischen Aftermarket-Kernkategorien Margen im hohen zweistelligen Bereich. In einzelnen Segmenten liegen die EBIT-Spitzenwerte bei 25 bis 30 Prozent. Diese Spreizung macht deutlich: Der Aftermarket ist kein homogener Markt. Wertschöpfung entsteht nicht automatisch durch Teilnahme, sondern durch gezielte Priorisierung von Kategorien, klare Positionierung und ein Independent Aftermarket-fähiges Operating Model.
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