Bosch 50 Jahre Benzineinspritzung

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1952 rüstete Bosch den Gutbrod Superior 600 und den Goliath 700 GP als Weltneuheit serienmäßig mit einer Direkteinspritzung aus

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Die Benzineinspritzung für Kraftfahrzeuge feiert 50-jähriges Jubiläum: 1952 rüstete Bosch den Gutbrod Superior 600 und den Goliath 700 GP als Weltneuheit serienmäßig mit einer Direkteinspritzung aus. Im Vergleich zu den vorherigen Modellen mit Vergaser senkte die neue Technik von Bosch den Verbrauch um 20 Prozent und erhöhte gleichzeitig die Motorleistung um 20 Prozent. Auch der legendäre Flügeltüren Mercedes 300 SL erhielt 1954 eine Benzin-Direkteinspritzung von Bosch. Die Idee dazu entliehen die Ingenieure dem Flugzeugbau - schon seit 1937 lieferte Bosch Benzineinspritzpumpen für Flugmotoren.

In der Folgezeit war es vor allem die Saugrohreinspritzung von Bosch, die den klassischen Vergaser zur Gemischaufbereitung allmählich verdrängte. Im Jahr 1967 kam mit der D-Jetronic von Bosch die weltweit erste elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung im VW 1600 TL auf den Markt. Fünf Jahre später setzten schon 18 Hersteller auf die Jetronic von Bosch. Die Vorteile der Einspritzung war die exakte Kraftstoffdosierung, durch die die Automobilhersteller die Leistung ihrer Fahrzeuge erhöhten und gleichzeitig Verbrauch und Emissionen senkten.

Einen weiteren Meilenstein der Motorentwicklung stellte Bosch im Jahr 1976 vor: Die Benzineinspritzung mit Lambda-Regelung erlaubte die wirksame Abgasreinigung mit dem Dreiwege-Katalysator. Von 1979 an fasste Bosch die Jetronic und die vollelektronische Zündung mit Kennfeldsteuerung in einer Steuereinheit, der Motronic, zusammen.

Im Jahr 2000 debütierte die DI-Motronic von Bosch, eine Benzin-Direkteinspritzung mit Schichtladung für niedrigen Verbrauch und geringe Emissionen. Das Einspritzsystem basiert auf einem Druckspeicher, den eine Hochdruckpumpe bis zu 120 bar auflädt. Das Benzin lässt sich deshalb zu jedem Zeitpunkt direkt in den Brennraum einspritzen. Die DI-Motronic von Bosch ermöglicht verschiedene Betriebsarten - zum Beispiel auch den Schichtladebetrieb im Teillastbereich mit Lambda-Werten größer als 1, also mit hohem Luftüberschuss. Der VW Lupo FSI und seit diesem Jahr auch der VW Golf FSI verdanken ihren niedrigen Kraftstoffverbrauch auch diesem Schichtladekonzept.