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Zurück zum Erfolg
Das rollende Alphatier mit dem weiblichen Namen Giulia ist eine Reminiszenz an das von 1962 bis 1978 gebaute Erfolgsmodell, auch wenn es optisch keine Verwandtschaft gibt. Die sportliche Limousine von einst zählte mit ihren 112 PS zu den Königinnen der linken Autobahnspur, spielte in zahllosen Mafia-Filmen die Rolle des Jägers mit Blaulicht. „Wir haben den Geist der Giulia wiederbelebt“, erklärt Harald Wester, der deutsche Markenchef von Alfa. Der frühere Audi-Manager ist überzeugt, dass es mit diesem Modell gelingen wird, das immer noch hohe Ansehen der Marke in finanziellen Erfolg umzumünzen. Was der Fiat-Manager natürlich verschweigt: Der Niedergang von Alfa lag auch an der Vernachlässigung der schönen Tochter durch die Mutterfirma. So degenerierte sie im Vergleich zu den übermächtigen Rivalen aus Süddeutschland mehr und mehr zum Aschenputtel.
Jetzt gibt Konzernchef Sergio Marchionne richtig viel Geld aus, um die Fehler der Vergangenheit auszumerzen. „Fiat hatte lange nicht die finanziellen Möglichkeiten, in Alfa zu investieren. Dank des Zusammenschlusses mit Chrysler können wir uns das jetzt leisten“, sagte der wie üblich in Pullover statt Sakko erschienene Fiat-General. Das Ergebnis wird jetzt sichtbar, denn im Giulia steckt Premium-Technik. Die leichte Karosserie besteht aus einem Mix auf Stahl, Aluminium und Karbon. Der Neue hat natürlich wie der als Hauptgegner auserkorene BMW 3er Heck- oder Allradantrieb, die ideale Gewichtsverteilung von 50:50 soll für sportlichen Fahrspaß ebenso sorgen wie das elektronisch geregelte Fahrwerk und der schmale Frontspoiler, dessen Stellung automatisch der jeweiligen Geschwindigkeit angepasst wird.
Aufstieg ins Premium-Segment
Im Innenraum dominieren klassische Instrumente, High-Tech ist auf der Mittelkonsole zu finden. Zwei Drehschalter vereinen die wichtigsten Funktionen. Mit dem einen wird der gewünschte Fahrmodus (sportlich, komfortabel, sparsam bis hin zur Einstellung Rennstrecke) gewählt. Der andere ist für das Entertainment und die Bedienung von Navi und Co. zuständig. Lösungen, wie sie die Nobel-Mittelklasse allerorts heutzutage bietet. Zum Premium-Modell will auch die Giulia aufsteigen: Dank feiner Materialien, gesteppter Nähte, dem Einsatz von Holz, Alu- und Karbonoptik. Eine Sitzprobe erlaubte Alfa noch nicht, aber auch durch die Scheiben war der Hang zum Edlen durchaus zu erkennen.
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