Analyse
Chinesische Zulieferer nehmen ihre Vorteile mit nach Europa

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine Roland-Berger-Analyse zeigt: Nur 40 Prozent des Kostenvorteils chinesischer Unternehmen stammen aus niedrigen Löhnen. Die Methoden lassen sich nach Europa übertragen. Eine doppelte Gefahr für westliche Zulieferer.

Die Analyse "China Speed" von Roland Berger zeigt auf, dass Entwicklungsgeschwindigkeit nur bedingt mit Lohnkosten zusammenhängt.(Bild:  frei lizensiert bei Pexels)
Die Analyse "China Speed" von Roland Berger zeigt auf, dass Entwicklungsgeschwindigkeit nur bedingt mit Lohnkosten zusammenhängt.
(Bild: frei lizensiert bei Pexels)

Chinesische Industrieunternehmen gelten als Maßstab im Hinblick auf Entwicklungsgeschwindigkeit und Kosten. Das gilt nicht nur, wenn sie im Reich der Mitte entwickeln oder produzieren. Die Analyse „China Speed“ der Unternehmensberatung Roland Berger stellt fest, dass die Effizienz der entsprechenden Unternehmen noch zwischen 50 und 80 Prozent liegt, wenn sie Teile ihrer Wertschöpfungskette nach Europa verlagern.

Das bedeutet konkret: Bei 25 bis 30 Prozent Geschwindigkeitsvorteil in China bleiben zwölf bis 24 Prozent Vorteil in Europa bestehen. Bei 20 bis 30 Prozent Kostenvorteil in China sind es zehn bis 24 Prozent in Europa. „Der Vorsprung ist also kein rein chinesisches Phänomen mehr“, warnt Oliver Knapp, Senior Partner bei Roland Berger.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung