Nachhaltigkeit Arnold Umformtechnik will Werk auf Wasserstoff umstellen

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vor etwa drei Monaten wurden die Anträge für ein Wasserstoff-Kernnetz genehmigt. Arnold Umformtechnik möchte seine Härterei auf diesen Energieträger umstellen – vermisst jedoch klare Rahmenbedingungen der Politik.

COO Bernd Weidner (links) und Landrat Norbert Heuser bei der Besichtigung der Härterei in Dörzbach.(Bild:  Arnold Umformtechnik)
COO Bernd Weidner (links) und Landrat Norbert Heuser bei der Besichtigung der Härterei in Dörzbach.
(Bild: Arnold Umformtechnik)

Der Hohenloher Verbindungstechnik-Spezialist Arnold Umformtechnik möchte seine energieintensive Härterei auf den Betrieb mit Wasserstoff umstellen. Am Standort Dörzbach informierte sich der Landrat des Landkreises Heilbronn, Norbert Heuser, über diese Bestrebungen. Als Wasserstoff-Koordinator der Metropolregion Stuttgart treibt er den Ausbau der notwendigen Infrastruktur voran. 

Arnold plant eine neue Technik-Zentrale am Standort Dörzbach, die bis zum Jahr 2026 in Betrieb gehen soll. Mit dieser möchte das Unternehmen verschiedene regenerative Energiequellen einsetzen. Dafür sind Millionen-Investitionen vorgesehen. Die aktuelle Diskussion um den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur sorge für Verunsicherung beim Zulieferer, heißt es anlässlich des Besuchs des Landrats.

Unklarheiten über das Wasserstoff-Kernnetz

„Es besteht weiterhin Unklarheit darüber, wie das Wasserstoff-Kernnetz verlaufen wird und wie wir daran angeschlossen werden können“, sagt Bernd Weidner, der als COO für das Thema Nachhaltigkeit zuständig ist. Die Bundesnetzagentur hat das von den Fernleitungsnetzbetreibern vorgeschlagene Netz im Herbst 2024 genehmigt. Insgesamt sollen gut 9.000 Kilometer Leitungen schrittweise in Betrieb gehen (bis 2032). Etwa 60 Prozent davon werden von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt, 40 Prozent werden neu gebaut. Die erwarteten Investitionskosten betragen laut der Bundesnetzagentur fast 19 Milliarden Euro.

Als Unternehmen könnte Arnold seine Wärmebehandlungsprozesse in kürzester Zeit auf Wasserstoff umstellen, heißt es. Der jährliche Bedarf beträgt etwa 260 Tonnen Wasserstoff, so Weidner. Bisher verbrauche die Härterei in Dörzbach so viel Gas wie eine Kleinstadt mit 2.500 Einwohnern. 

Entscheidend in diesem Zusammenhang ist laut Weidner, dass die Stahlhersteller Zugang zu grünem und bezahlbarem Wasserstoff erhalten. Der Zugang zu solchen Stählen sei für die globale Wettbewerbsfähigkeit von zentraler Bedeutung.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung