Werk Brüssel Audi verhandelt mit Arbeitnehmervertretern

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Audi hat die Belegschaft im Werk Brüssel über Probleme am Standort informiert. Der Hersteller verhandelt mit Sozialpartnern, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Der Absatz des Audi Q8 E-Tron ist stark rückläufig. Er wird in Brüssel gefertigt. Das Werk ist mangels alternativer Projekte in seiner jetzigen Form bedroht.(Bild:  Audi)
Der Absatz des Audi Q8 E-Tron ist stark rückläufig. Er wird in Brüssel gefertigt. Das Werk ist mangels alternativer Projekte in seiner jetzigen Form bedroht.
(Bild: Audi)

Audi hat die Belegschaft des E-Auto-Werks in Brüssel bei einer Mitarbeiterversammlung am Freitag (23. August) über die Probleme des Standorts informiert. Die kleine Fabrik hat relativ hohe Produktionskosten und fertigt außerdem nur ein einziges, älteres Modell, dessen Verkaufszahlen eingebrochen sind.

Der Volkswagen-Konzern hat wegen der hohen Kosten einer Schließung – oder alternativen Nutzung – des Werks bereits die Jahresprognose gesenkt. Der Betriebsrat fordert nun eine zukunftsfähige Perspektive für das Werk und die immerhin 3.000 Beschäftigten.

Neuer Q8 aus Mexiko

Audi wollte den großen Elektro-SUV Q8 E-Tron eigentlich noch länger bauen, aber die Nachfrage sinkt stetig, der Absatz ist deshalb deutlich niedriger als geplant. Manager Thomas Kretz merkt an, dass die Fabrik kein eigenes Presswerk hat. Und die Lage zwischen einem Wohngebiet, Bahngleisen und Autobahn mache Erweiterungen schwierig.

Die Logistikkosten seien auch deutlich höher als an anderen Standorten weil nur wenige Zulieferer vor Ort seien. Der Nachfolger des Q8 werde nach aktuellem Stand – wohl erst nach 2026 – in Mexiko gebaut.

Belgische Presseberichte, denen zufolge im Oktober 1.500 Mitarbeiter entlassen werden könnten und im Mai weitere 1.100, wollte Audi aber nicht kommentieren. Der nach belgischem Recht vorgeschriebene Informations- und Konsultationsprozess mit den Sozialpartnern laufe aber.

Es würden konstruktive Maßnahmen gesucht. Entscheidungen dürften aber erst danach getroffen werden. Es gibt keine finale Entscheidung, betonte der Brüsseler Audi-Produktionsvorstand.

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