Reorganisation Audi richtet Produktentstehung neu aus

Von Claus-Peter Köth 2 min Lesedauer

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Flache Hierarchien, klare Zuständigkeiten, schnellere Entscheidungen: Audi-CEO Gernot Döllner implementiert in der Fahrzeugentwicklung die Matrix-Organisation. Andere Geschäftsbereiche sollen folgen.

Die neue Audi-Struktur zur Fahrzeugentwicklung trennt Strategie, Steuerung und Umsetzung voneinander.(Bild:  Audi)
Die neue Audi-Struktur zur Fahrzeugentwicklung trennt Strategie, Steuerung und Umsetzung voneinander.
(Bild: Audi)

Mit dem neuen Zusammenarbeitsmodell haben Audi-CEO Gernot Döllner und das Projektteam laut Mitteilung den Grundstein für die Transformation von Baureihenmanagement, Technischer Entwicklung (TE) und beteiligter Schnittstellenpartner gelegt. Gleichzeitig kündigte der Vorstand die Reorganisation weiterer Geschäftsbereiche an.

Klares Ziel der Projekte Matrix-Organisation und TE-Transformation war es, Entwicklungs-, Entscheidungs- und Führungsstrukturen zu fokussieren und so den gesamten Entwicklungsprozess bei Audi zu beschleunigen. „Vorsprung durch Technik und Innovationskraft sind zwei elementare Säulen unseres Produktversprechens. Um unserem Anspruch auch weiterhin gerecht zu werden, müssen wir Audi wieder fit für die Zukunft machen“, erklärt Gernot Döllner. Hierfür haben in den vergangenen sechs Monaten über 200 Expertinnen und Experten der betroffenen Bereiche die verschiedenen Arbeitspakete der Transformation vorbereitet, Abläufe und Strukturen analysiert und das neue Zusammenarbeitsmodell entwickelt und optimiert.

10.000 direkt involvierte Mitarbeiter

„Wir haben seit dem vergangenen Herbst im Rahmen der Audi-Agenda bereits einiges erreicht. Jetzt beginnt mit der Implementierung der Matrix-Organisation eine entscheidende Etappe“, sagte Döllner bei einer Informationsveranstaltung für die über 10.000 direkt involvierten Mitarbeiter. „Mein Dank gilt dem gesamten Projektteam, das gemeinsam mit unseren über 200 Experten insbesondere auch die unbequemen Themen konsequent adressiert hat. Diese Offenheit und Transparenz brauchen wir auch für die Reorganisation weiterer Geschäftsbereiche.“ Die Fahrzeugentwicklung sei nur der erste Schritt.

Die Basis für die Reorganisation weiterer Bereiche sollen die neuen Leitplanken der Organisationsentwicklung bilden. Sie sollen als Prämissen nun geschäftsbereichsübergreifend zur Anwendung kommen. Das Zielbild: flache Führungs- und breite Organisationsstrukturen, die Reduktion von Schnittstellen, die Verschlankung von Gremien und die dezidierte Bindung von Verantwortung und Entscheidungen an definierte Rollen.

Inhaltliche Trennung von Strategie, Steuerung und Umsetzung

Für die vorgestellte neue Struktur zur Fahrzeugentwicklung bedeutet das konkret die klare inhaltliche Trennung von Strategie, Steuerung und Umsetzung. Hierfür bündelt Audi die Portfolio- und Produktstrategie in einer Organisationseinheit, die direkt an Gernot Döllner berichtet.

Die unternehmerische Verantwortung und Steuerung der Fahrzeugentwicklung für die jeweiligen Projekte übernimmt die operative Baureihe. Dies beinhaltet in Zukunft auch den direkten Zugriff auf alle unternehmerisch relevanten Themen und einen größeren Entscheidungsspielraum.

Die Technische Entwicklung übernimmt die eigentliche Entwicklungsleistung und trägt die Verantwortung für die Eigenschaften, Systeme und Funktionen in den Fahrzeugen. Hierfür soll sich die TE künftig möglichst effizient an den jeweiligen Schnittstellen zu den Fahrzeugprojekten ausrichten. Gleichzeitig soll die Handlungsfähigkeit bei der Spezifikation, Auslegung und Integration von Software und Elektrik/Elektronik-Plattformen erhöht werden.

Der Start des neuen Zusammenarbeitsmodells ist für den Jahresanfang 2025 geplant.

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