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Audi kauft Auto Union Silberpfeil zurück

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Auto-Union-Silberpfeile in die UdSSR abtransportiert

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs endete die sogenannte Kompressor-Ära abrupt. Während Mercedes Benz nach dem totalen Zusammenbruch Deutschlands nahezu all seine Silberpfeile über den Krieg retten konnte, passierte bei der Auto Union das Gegenteil. Zwickau wurde von der sowjetischen Armee besetzt, die Auto Union aufgelöst, die Fabriken stillgelegt. In diesem Zusammenhang fanden die russischen Besatzer die Auto Union Silberpfeile in der oberirdischen Halle eines Bergwerks. Die Wagen wurden als Reparationsleistung in die ehemalige UdSSR abtransportiert, wo sich in dem Riesenreich die Spuren verloren.

Silberpfeile galten als verloren

Die großen Zeugen der Motorsportgeschichte der Auto Union AG galten für die im Jahr 1949 in Ingolstadt neugegründete Auto Union GmbH (die heutige Audi AG) als unwiederbringlich verloren. Der „Kalte Krieg“ hatte längst begonnen, der Eiserne Vorhang war dicht verschlossen. Übrig blieb nur noch ein Auto Union Typ C, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg dem Deutschen Museum in München geschenkt und dann bei den Bombenangriffen auf München beschädigt wurde.

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Ende der 1970er Jahre tauchten die ersten Gerüchte über die Existenz eines als längst verschollen geglaubten Auto-Union-Rennwagens irgendwo in den Weiten der damaligen Sowjetunion auf. Paul Karassik, ein amerikanischer Sammler von hochwertigen Oldtimern, machte sich mit seiner Frau Barbara, die aus Deutschland stammte, auf die Suche. Karassik war als kleiner Junge Zuschauer beim letzten Großen Preis vor dem Zweiten Weltkrieg in Belgrad – ein Erlebnis, das ihn nie wieder losließ.

Mehr als zehn Jahre Suche

In die USA ausgewandert und zu Vermögen gekommen, kam ihm zugute, dass er aus einer weißrussischen Familie stammte, in Serbien aufgewachsen war und fließend russisch sprach. Mehr als zehn Jahre benötigte er, um nach zahlreichen Reisen in die UdSSR die Reste von zwei zerlegten Auto Union-Rennwagen in Russland und in der Ukraine ausfindig zu machen und mit viel Verhandlungsgeschick zu erwerben.

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