Audi FAW Audis Pläne am neuen Standort Changchun

Von Thomas Günnel

Audi baut in Changchun ein neues Fahrzeugwerk. Helmut Stettner leitet die Geschäfte der chinesischen Audi-Tochter und beschreibt die Pläne am Standort.

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Helmut Stettner leitet die Audi FAW NEV Company in China.
Helmut Stettner leitet die Audi FAW NEV Company in China.
(Bild: Audi)

Herr Stettner, Sie sind als CEO der Audi FAW NEV Company Ltd. verantwortlich für den Bau eines neuen Audi-Werks für E-Fahrzeuge in China. Wann beginnen die Arbeiten und wann sollen die ersten Fahrzeuge das Werk verlassen?

Wir bauen nicht nur ein neues Werk sondern haben ein komplett neues Unternehmen gegründet, das wir seitdem Schritt für Schritt aufbauen. In den vergangenen Monaten haben wir zusammen mit dem Projektteam in Ingolstadt, unserem chinesischen Partner FAW und den zuständigen Behörden alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, dass der Bau der neuen Fabrik in Kürze starten kann. Nach Ende der Frostperiode werden die ersten Gebäude auf dem Baufeld errichtet. Die ersten Autos werden dann ab Ende 2024 vom Band fahren.

Wir können alles von Grund auf neu planen – auch die IT-Architektur.

Helmut Stettner

Welche Modelle sollen in dem Werk entstehen? Welche Märkte beliefern Sie von hier aus?

Das neue Werk in Changchun wird der erste Produktionsstandort in China sein, an dem wir ausschließlich vollelektrische Audi-Modelle bauen. Zunächst fertigen wir dort drei Modelle auf Basis der „Premium Platform Electric“, die Audi zusammen mit Porsche entwickelt. Den Anfang machen ein elektrisch angetriebenes SUV und eine E-Limousine. Wir produzieren in der neuen Fabrik ausschließlich für den chinesischen Markt, also in China für China. Mit einer jährlichen Kapazität von mehr als 150.000 Fahrzeugen wird die Fabrik einen zentralen Beitrag zur Elektrifizierung des Audi-Produktportfolios in China leisten.