Autoliv Inc. Autoliv bringt intelligenten Sicherheitsgurt
Die Autoliv Inc. hat ein Sicherheitsgurtsystem eingeführt, das seine Rückhaltekraft - und damit die Belastung auf den Insassen - an Unfallschwere und Rückhaltekraft des Airbags anpassen kann
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Die Autoliv Inc. hat ein Sicherheitsgurtsystem eingeführt, das seine Rückhaltekraft - und damit die Belastung auf den Insassen - an Unfallschwere und Rückhaltekraft des Airbags anpassen kann. Vom intelligenten Gurt werden besonders ältere Insassen und kleine Frauen profitieren.
Seit die Zahl der älteren Autoinsassen steigt, geben hohe Brustbelastungen und Rippenbrüche immer größer werdenden Anlaß zur Besorgnis; der Brustkorb eines 60-jährigen kann nur eine halb so hohe Belastung aushalten wie der eines Menschen in seinen Zwanzigern. Durch die Einführung von Sicherheitsgurten mit konstanten Kraftbegrenzern löst Autoliv dieses Problem. Dieser Mechanismus erlaubt dem Gurtautomaten ein wenig Gurtband auf kontrollierte Weise freizugeben, bevor die Belastung auf den Insassen eine gefährliche Höhe erreicht.
Statt dessen wird der Airbag mit seiner umfangreicheren Oberfläche genutzt, um einen größeren Teil der Crashenergie aufzufangen. Sechs Jahre nach seiner Einführung nutzen fast alle Autoliv Kunden diese Verbesserung bei den vorderen Sicherheitsgurtsystemen.
"Unser intelligentes Sicherheitsgurtsystem - wie die meisten anderen modernen Systeme - zieht im Crashfall das Gurtband mit Hilfe eines pyrotechnischen Gurtstraffers bis zu 15 cm ein. Das eliminiert Gurtlose und macht es möglich, zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Belastung auf den Insassen zu hoch wird, wieder Gurtband freizugeben. In traditionellen Systemen werden, sobald der Airbag beginnt den Insassen zurückzuhalten, die Belastungen von Gurt und Airbag addiert. Aber unser intelligentes System schaltet das System in den zweiten, leichteren Gang, um die Rückhaltewirkung auf einem relativ konstanten Niveau zu halten", sagt der Autoliv Projektleiter Günter Clute.
Das Getriebe in Autolivs Gurtsystem besteht aus einem Torsionsstab an dessen einem Ende der Gurt befestigt ist. Der Torsionsstab ist so konzipiert, dass er sich verdreht, wenn die Belastung auf den Stab ein definiertes Niveau überschreitet. Der Stab besteht aus 2 Teilen mit unterschiedlichen Durchmessern, um zwei Niveaus von Drehmomenten zu erzeugen. Ein bewegliches Metallrohr kann mit dem dickeren oder dünneren Teil des Torsionsstab gekoppelt werden, damit wird Drehmoment und die daraus resultierende Rückhaltekraft verändert.
Die neuartige Technologie wird derzeit in der neuen BMW 7er Serie und der neuen Mercedes E-Klasse weltweit eingeführt.