Viele mittelständische Unternehmen der Automobilbranche arbeiten gerne und häufig mit Start-ups zusammen. Vor allem bei Forschung und Entwicklung sind die Jungunternehmen gefragt.
Unternehmen aus der Automobilbranche arbeiten oft mit Start-ups zusammen. Das ergab eine Umfrage unter 78 überwiegend mittelständischen Unternehmen.
(Bild: Bosch)
Start-ups sind ein wichtiger Bestandteil der Automobilindustrie. Darauf deuten Ergebnisse einer Umfrage hin, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführt hat. Demnach haben 60 Prozent der befragten Unternehmen aus dem automobilen Mittelstand bereits mit Start-ups zusammengearbeitet.
Die größten Potenziale sehen die Unternehmen laut der Umfrageergebnisse bei Forschung und Entwicklung. Neuen Technologien treten viele der befragten Unternehmen sehr aufgeschlossen gegenüber: 44 Prozent geben an, in experimentelle Konzepte zu investieren, selbst wenn die Gefahr einer Fehlinvestition gegeben sei.
Die häufigsten Kooperationsformen mit Start-ups
Die häufigste Kooperationsform unter den befragten Unternehmen ist der Kauf von Produkten oder Dienstleistungen von Start-ups: 70 Prozent geben an, auf diese Weise mit den Jungunternehmen zu kooperieren. Auf einen ähnlichen Wert kommen laut der Umfrage mit 68 Prozent Kooperationen in Projekten oder bei der Erstellung von Prototypen.
Eine Beteiligung an Start-ups kommt mit 51 Prozent ebenfalls häufig vor. Diese Kooperationsform nutzen vor allem größere Unternehmen. Gemeinschaftsunternehmen gründen 38 Prozent der befragten Unternehmen. Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten und Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz beteiligen sich eher direkt an Start-ups und kaufen Unternehmensanteile. Unternehmen mit weniger Umsatz tun dies laut der Umfrage seltener.
Die meisten Kooperationsziele werden erreicht
Die meisten Kooperationsziele werden laut der Umfrageergebnisse weitestgehend oder zumindest teilweise erreicht. 74 Prozent der befragten Unternehmen erreichen demnach das Ziel, das Produktportfolio zu erweitern, „zumindest teilweise, wenn nicht sogar weitestgehend bis vollständig“.
Den Zugang zu neuen Technologien erreichen 70 Prozent der befragten Automobilunternehmen zumindest teilweise. 34 Prozent geben hier an, dieses Ziel weitestgehend bis vollständig zu erreichen.
Die Umfrageergebnisse zeigen auch: 66 Prozent der befragten Unternehmen können mittels Kooperationen mit Start-ups ihre Innovationsfähigkeit stärken. Nur sechs Prozent der Unternehmen erreichen dieses Ziel eher nicht oder nicht. Allerdings geben auch 19 Prozent der Automobilunternehmen an, ihre Innovationsfähigkeit nicht durch solche Kooperationen steigern zu wollen.
Mehr als die Hälfte, 55 Prozent, der befragten Automobilunternehmen können durch Start-up-Kooperationen ihre Unternehmenskultur bereichern. Und 53 Prozent der Unternehmen können ihr Geschäftsmodell durch die Kooperation mit Start-ups weiterentwickeln. Stichwort Fachkräftemangel: Immerhin 32 Prozent der Unternehmen erhalten über die Kooperation tatsächlich Zugang zu Fachkräften.
Was bremst Kooperationen mit Start-ups?
Gegen Kooperationen spricht für 67 Prozent der Unternehmen die Unsicherheit über die Reife, Zuverlässigkeit oder Überlebenswahrscheinlichkeit des Start-ups. 35 Prozent der befragten Unternehmen gaben eine mangelnde staatliche finanzielle Förderung als Hemmnis an.
Wer wurde befragt?
Die Umfrage „Innovation durch Kooperation“ basiert auf einer Onlinebefragung des VDA, an der sich im März 2023 78 Unternehmen aus Deutschland beteiligt haben. Die teilnehmenden Unternehmen sind mehrheitlich Mitglieder des VDA und in der Automobilbranche tätig.
59 Unternehmen zählen sich zu Zulieferern. Sie sind Hersteller von Teilen, Zubehör oder Software oder sie sind Entwicklungsdienstleister. Zwölf Unternehmen stellen Anhänger, Aufbauten oder Busse her. Neun Unternehmen sind Hersteller von Kraftfahrzeugen; Pkw und Nutzfahrzeuge. Elf Unternehmen ordnen sich dem „Ecosystem Car“ zu und stehen der Mobilitätswirtschaft nahe. Neun Unternehmen übernehmen mehrere Rollen in der Wertschöpfungskette von Kraftfahrzeugen.
Die meisten der befragten Unternehmen gehören dem größeren Mittelstand an:
36 Prozent haben 500 bis 3.000 Mitarbeitende in Deutschland
27 Prozent haben 50 bis 500 Mitarbeitende
mehr als 3.000 Mitarbeitende zählen 24 Prozent der Unternehmen
Lediglich zwölf Prozent der Unternehmen sind Kleinunternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden.
Der Jahresumsatz liegt für 36 Prozent bei bis zu 100 Millionen Euro. 31 Prozent erwirtschaften zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Euro. Mehr als eine Milliarde Euro setzt ein Drittel der Unternehmen um. Gut die Hälfte der Unternehmen wurde bereits vor 1950 gegründet. 15 Prozent wurden zwischen 1950 und 1990 gegründet, jeweils 14 Prozent zwischen 1990 und 2010 und nach 2010.
Stand: 08.12.2025
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