Mobilität Berufspendler nutzen seltener das Auto

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Berufspendler haben im vergangenen Jahr überwiegend das Auto genutzt – mit rückläufiger Tendenz. Rund drei Viertel der Befragten fuhren maximal 25 Kilometer einfach.

Im Jahr 2024 nutzten etwas weniger Berufspendler das Auto für ihren Arbeitsweg, verglichen zu 2020.(Bild:  Martin Hangen/Hangenfoto)
Im Jahr 2024 nutzten etwas weniger Berufspendler das Auto für ihren Arbeitsweg, verglichen zu 2020.
(Bild: Martin Hangen/Hangenfoto)

Berufspendlerinnen und -pendler haben im Jahr 2024 überwiegend das Auto genutzt. Das gaben 65 Prozent von ihnen in einem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes, Destatis, an. Aber: Der Anteil ist rückläufig. Im Jahr 2020 sagten noch 68 Prozent der Befragten, für ihre Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstellen das Auto zu nutzen.

An zweiter Stelle folgten 2024 öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn, die 16 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihren Arbeitsweg nutzten. Mit dem Fahrrad fuhren zehn Prozent regelmäßig zur Arbeit, zu Fuß gingen sieben Prozent. Öffentliche Verkehrsmittel wurden laut Destatis auf dem Weg zur Arbeit anteilig etwas mehr genutzt als 2020. Ein Grund könnte das Deutschlandticket sein, das es seit dem Jahr 2023 gibt. Der Anteil der Fußgängerinnen und Fußgänger unter den Berufspendlerinnen und -pendlern nahm ebenfalls um einen Prozentpunkt auf sieben Prozent zu, 2020 waren es noch sechs Prozent. Der Anteil der Radler blieb mit zehn Prozent unverändert.

Knapp ein Fünftel hat Arbeitsweg von unter zehn Minuten

Unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel benötigte ein Großteil, 70 Prozent, im Jahr 2024 weniger als 30 Minuten, um vom Wohnort zum Arbeitsplatz zu gelangen. Während knapp jede oder jeder Fünfte, 19 Prozent, weniger als zehn Minuten pendelte, waren es bei der Hälfte zehn bis unter 30 Minuten. Knapp ein Viertel, 23 Prozent, brauchte mehr als 30 Minuten für die einfache Strecke zum Arbeitsplatz, war aber weniger als eine Stunde unterwegs. Lediglich sechs Prozent pendelten täglich eine Stunde oder länger pro Strecke.

Fünf Prozent pendeln 50 Kilometer oder mehr

Für gut ein Viertel, 27 Prozent, der Berufspendlerinnen und -pendler war der Arbeitsplatz weniger als fünf Kilometer entfernt. 22 Prozent von ihnen mussten eine Strecke von fünf bis unter zehn Kilometer zum Arbeitsplatz zurücklegen. Bei 29 Prozent waren es zehn bis unter 25 Kilometer. Für 15 Prozent lagen 25 bis unter 50 Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Einen längeren Arbeitsweg von 50 oder mehr Kilometern hatten fünf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Über die Umfrage

Die Daten zu den Pendlereigenschaften erhebt Destatis alle vier Jahre. Sie basieren auf dem Mikrozensus-Endergebnis von 2020 beziehungsweise dem Erstergebnis von 2024. Berücksichtigt wurden nur abhängig Beschäftigte, die Angaben zu den jeweiligen Pendlereigenschaften gemacht haben. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet: 2020: Basis Zensus 2011; 2024: Basis Zensus 2022.

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