Die M GmbH besteht seit 50 Jahren. Das ist dem Unternehmen ein Sondermodell wert. Der BMW 3.0 CSL ist eine Hommage an das historische Original – und entsteht in aufwendiger Handarbeit.
Eine Hommage an 50 Jahre M GmbH: Der BMW 3.0 CSL.
(Bild: Enes Kucevic/BMW)
Die M GmbH feierte im vergangenen Jahr das 50-jährige Bestehen des Unternehmens und kündigte dazu ein Sondermodell an: dem BMW 3.0 CSL. Es „ist in Konzept und Design eine Hommage an das legendäre ‚Batmobil‘, den historischen BMW 3.0 CSL aus den frühen Siebzigerjahren“, beschreibt ein Unternehmenssprecher. Das historische Modell gilt als erstes eigenständiges Modell der BMW M GmbH. Von der Neuinterpretation entstehen jetzt 50 Exemplare im BMW-Werk Dingolfing.
Die Karosserie des Sondermodells baut auf einer Serienkarosserie des BMW M4 CSL auf. Sie wird aber umgebaut und angepasst: in einem speziellen Arbeitsbereich des Dingolfinger Karosseriebaus, wo auch die Rennsport-Karosserie des BMW M4 GT4 entsteht. Die Umbauten umfassen zum Beispiel die markanten Radkästen. Mittels Bördel- und Schweißprozessen werden sie verbreitert und für den Montageprozess vorbereitet.
In der Lackiererei durchläuft die Karosserie den regulären Großserienprozess und erhält die Farbe „Alpinweiß Uni“. Danach beginnt die Handarbeit am Lack. Spezialisten bringen mit Hilfe von Schablonen die fahrzeugindividuelle Lackierung mit den drei Farbstreifen auf; bestehend aus Blau, Dunkelblau und Rot – auch Livery genannt. So entsteht eine Lackierung, die sich am Stil klassischer Rennfahrzeuge orientiert.
Das Handschaltgetriebe: Ein seit Jahrzehnten bewährtes Konzept für maximale Fahrfreude und intensive Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug.
BMW
Parallel dazu kümmern sich die Beschäftigten der Abteilung Kunststoff-Exterieur im benachbarten Werk Landshut um die Sonderlackierung der speziellen Anbauteile: etwa der vorderen und hinteren Seitenwände, Dach und Heckspoiler, Stoßfänger oder der Motorhaube und des Carbondachs. Rund 20 Exterieur-Komponenten veredeln die Lackierer für das Sondermodell.
M-Streifen lackiert – nicht foliert
Erfahrung haben sie damit: Das Landshuter Werk verlassen neben Kleinserien- und Individuallackierungen arbeitstäglich über 1.200 lackierte Kunststoff-Außenhautteile in rund 40 Serien- und 200 Individualfarben. Eine Herausforderung für die Lackierung der Anbauteile ist die Linienführung der M-Streifen auf der Karosserie. „Die Übergänge der M-Streifen von einem Bauteil zum Nachbarbauteil müssen absolut perfekt sein. Die Streifen müssen zum Beispiel auf der Seitenwand exakt die gleiche Höhe haben wie auf der Tür, damit es ein fluchtendes Bild ergibt“, erklärt Projektleiter Dr. Christian Koch. „Dafür ist viel lackiererisches Knowhow, individuelle Erfahrung und Gespür gefragt.“ Anders als bei vielen optisch auffälligen Sondereditionen sind die Streifen nicht foliert, sondern lackiert.
Damit das gelingt hilft Lasertechnik. Per Laserprojektor wird das Liniendesign exakt passend zum Anschluss an das folgende Karosserieelement auf das jeweilige Bauteil projiziert. Die Maskierung, also das Abkleben der Trennlinien zwischen den einzelnen Farbflächen, übernehmen speziell dafür ausgebildeten Experten manuell – entlang der Laserprojektionen. Pro Bauteil sind so bis zu acht angepasste Konturfolien und bis zu sieben Schichten Lack nötig.
Neben den M-Streifen bringen die Lackiererinnen und Lackierer auch den Schriftzug „M Power“ auf dem Heckspoiler an; und die „50“ auf dem Dach. Auch hier maskieren sie in Handarbeit. Mit einem Unterschied: Anders als bei den Livery-Streifen stellen sie keine Lackschichten frei, sondern das Sicht-Carbon. So ergeben sich leichte Vertiefungen in der Oberfläche und das Material der Komponenten wird haptisch spürbar.
Montage im Manufakturbetrieb
Die Montage des BMW 3.0 CSL erfolgt in einem eigens etablierten Manufakturbetrieb in Moosthenning, nördlich des Werkes Dingolfing. Dort bauen 30 Montage-Experten die individuellen Teile zusammen. Individuell heißt zum Beispiel: Die Achsen werden umgerüstet auf den aus dem Rennsport bekannten Zentralverschluss. Die speziellen Interieur-Umfänge kommen aus den Individualmanufakturen in Garching und Dingolfing. Die Frontklappe und das Dach bestehen aus ultraleichtem CFK und entstehen im Werk Landshut. Der umfangreiche Carbon-Anteil drückt auf´s Gewicht: Der BMW CSL 3.0 hat ein Leistungsgewicht von 2,9 Kilogramm pro PS.
Stand: 08.12.2025
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Insgesamt zwei Wochen dauert die Montage eines Fahrzeugs. Es gibt acht größere Montage-Takte, die jeweils einen Arbeitstag in Anspruch nehmen. Vorgelagert werden diverse Anbauten montiert, etwa die CFK-Seitenwände oder die CFK-Motorhaube. Am Ende bauen die Werker das markante Heck und weitere Exterieur-Teile an.
Von der Manufaktur in Moosthenning aus kommt das Fahrzeug zurück ins Fahrzeugwerk nach Dingolfing für die üblichen Tests, zum Beispiel auf Rollen- oder Bremsenprüfständen. Anschließend erhält jedes Sondermodell des 3.0 CSL einen zusätzlichen Endabnahmeprozess mit vorgegebenem Fahrprogramm auf der werkseigenen Teststrecke. Abholen können die wenigen Käufer das Auto zum Beispiel in der BMW-Welt in München; wenn sie dafür rund 800.000 Euro mitbringen.
Der historische BMW 3.0 CSL
Die Rennversion des historischen BMW 3.0 CSL gewann in der Auftaktsaison im Jahr 1973 die Tourenwagen-Europameisterschaft. Es folgten fünf weitere Titel in den Jahren 1975 bis 1979. Fahrer waren Toine Hezemans, Hans-Joachim Stuck, Chris Amon und Niki Lauda. Im Jahr 1975 feierte BMW zudem erste Siege auf US-amerikanischen Rundkursen.
Für sportlichen Vortrieb sorgte der stärkste bis dahin in einem BMW eingesetzte Reihensechszylinder-Motor mit Kraftstoffeinspritzung, einem auf 3.153 Kubikzentimeter erweiterten Hubraum und einer Höchstleistung von 151 kW/206 PS. „Der temperamentvolle Antrieb traf auf eine detailliert verfeinerte Fahrwerkstechnik und auf ein Leergewicht von 1.270 Kilogramm“, beschreibt BMW.
Der neue BMW 3.0 CSL
Die Antrieb für den aktuellen BMW 3.0 CSL basiert auf den Motoren, die im M3 und M4 verfügbar sind. Dort leisten sie 375kW/510 PS. Im CSL sind es 412kW/560 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 550 Newtonmeter. Der Drehzahlbegrenzer greift erst bei 7.200 U/min ein. Auf die Straße gelangt die Kraft durch ein 6-Gang-Handschaltgetriebe. Oder, wie BMW es ausdrückt: „ein seit Jahrzehnten bewährtes Konzept für maximale Fahrfreude und intensive Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug“.
Über die BMW-Werke Dingolfing und Landsberg
In Dingolfing fertigt der Automobilhersteller das M4 Coupé und Cabrio, den M5 und das M8 Coupé, Cabrio und Gran Coupé. In Landshut produzieren rund 3.600 Beschäftigte Motor-, Fahrwerks- und Karosseriestrukturkomponenten aus Leichtmetallguss, Kunststoffkomponenten für das Fahrzeugexterieur, Karosseriekomponenten aus Carbon, Cockpit- und Ausstattungsumfänge, Komponenten für elektrische Antriebssysteme, Sondermotoren und Gelenkwellen. Das Werk Landshut ist das größte Komponentenwerk von BMW. Dem Werk angeschlossen ist das Leichtbau- und Technologiezentrum.