Produktion BMW feiert 40 Jahre Regensburg

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Seit 40 Jahren baut BMW in Regensburg Autos. Für Werkleiter Armin Ebert ein Beweis, dass eine wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland möglich ist.

BMW hat nach eigenen Angaben im Werk Regensburg im Jahr 2025 die bislang meisten Autos gebaut.(Bild:  Rainer Haeckl)
BMW hat nach eigenen Angaben im Werk Regensburg im Jahr 2025 die bislang meisten Autos gebaut.
(Bild: Rainer Haeckl)

BMW hat im Werk Regensburg im Jahr 2025 laut einer Mitteilung einen neuen Produktionsrekord aufgestellt. Das Werk ist demnach das volumenstärkste Automobilwerkwerk des Herstellers in Europa: 356.901 Fahrzeuge rollten im vergangenen Jahr aus den Hallen, seit dem Produktionsstart vor 40 Jahren rund 8,7 Millionen.

Mehr als 150.000 der im vergangenen Jahr in Regensburg gebauten Fahrzeuge waren elektrifiziert – vollelektrische Modelle oder Plug-in-Hybride. Das am meisten produzierte Auto war der X1 mit über 266.000 Einheiten, gefolgt vom X2 mit über 90.000 Fahrzeugen. Über 55.000 Autos aus der Produktion fahren in Deutschland.

„Wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland ist möglich“

Werkleiter Armin Ebner blickt optimistisch auf das laufende Jahr: „Wir produzieren weiterhin dreischichtig rund um die Uhr.“ An jedem Arbeitstag fahren derzeit mehr als 1.400 Autos aus dem Werk. „Das kontinuierliche, konsequente Arbeiten an unserer Wettbewerbsfähigkeit“ ist laut Ebner die wichtigste Eigenschaft für den Erfolg des Werkes. „Täglich beweisen wir in Regensburg, dass eine wettbewerbsfähige Produktion am Standort Deutschland möglich ist“, beschreibt Armin Ebner.

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Seit dem Jahr 2019 hat BMW die Kosten im Werk Regensburg um rund ein Viertel gesenkt – vor allem mittels Digitalisierung. Als Beispiele nennt BMW Künstliche Intelligenz bei der automatisierten Oberflächenbearbeitung in der Lackiererei und für die Qualitätskontrollen in der Fahrzeugmontage. Außerdem ein cloudbasiertes Verkehrsleitsystem zum Bereitstellen der Teile. Seit Anfang 2025 fahren neue Autos zudem fahrerlos vom Montageband zum Verladeplatz.

Am Standort Regensburg und im rund 50 Kilometer nördlich gelegenen Werk in Wackersdorf arbeiten heute rund 9.000 Menschen; etwa 380 davon sind Auszubildende. Begonnen hat die Produktion im Jahr 1986 mit dem 3er der Reihe E30; und mit rund 1.300 Beschäftigten.

40 Jahre BMW-Werk Regensburg

  • 1983: Entscheidung und Vertragsunterzeichnung für den Standort Regensburg
  • 1984: Grundsteinlegung mit Ministerpräsident Franz-Josef Strauß, Baustart der Produktionshallen
  • 1985: Richtfest
  • 1986: Produktionsbeginn BMW 3er (E30), rund 1.300 Beschäftigte
  • 1987: Inbetriebnahme Lackiererei, erste verknüpfte Rechner in der Montage leiten das Computerzeitalter ein
  • 1988: etwa 3.300 Beschäftigte
  • 1990: Inbetriebnahme Karosseriebau
  • 1991: Jahresproduktion: rund 128.000 gefertigte Automobile – 100.000er Marke gefertigte Autos; rund 7.300 Beschäftigte
  • 1995: Produktionsjubiläum: 1.000.000 Fahrzeuge aus Regensburg
  • 1997: Presswerk fertiggestellt
  • 1999: Jahresproduktion erstmals über 200.000 gefertigte Automobile, über 8.700 Beschäftigte
  • 2001: Spatenstich für Werksausbau: Lackiererei und Karosseriebau
  • 2005: Jahresproduktion: erstmals über 300.000 gefertigte Autos
  • 2007: Spatenstich zur Erweiterung des Presswerks
  • 2010: Umbau Montage-Finish
  • 2013: Inbetriebnahme einer neuen Pressenanlage
  • 2014: Fertigstellung automatisches Kleinteilelager
  • 2015: EFQM Excellence Award, Serienanlauf BMW X1
  • 2017: Inbetriebnahme Westerweiterung Montage
  • 2018: Start der Serienproduktion des BMW X2
  • 2025: Inbetriebnahme eines zusätzlichen Karosseriebaus in Neutraubling
  • 2026: rund 9.000 Beschäftigte, darunter rund 380 Auszubildende

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