BMW bringt im November sein neues Flaggschiff zunächst als BEV – i7 xDrive60 – in die deutschen Schauräume. Mit riesiger Niere, fast drei Tonnen Gewicht und Einheitslänge geht der Blick stark nach China.
Der riesige Grill des neuen 7ers wird von schlitzartigen Leuchteinheiten flankiert.
(Bild: BMW)
Das Oberklasse-Flaggschiff von BMW wird seit den 90er-Jahren turnusgemäß alle sieben Jahre neu aufgelegt. Dementsprechend befindet sich der 2015 eingeführte G11 auf der Zielgeraden. Nachfolger wird der nun enthüllte und ab November verfügbare G70 sein, der auf ein gewaltiges Längenmaß angewachsen ist und zudem als i7-BEV auch beim Gewicht in neue Sphären vordringt.
Auf stolze 5,39 Meter bringt es die Neuauflage der Prestige-Limousine, die künftig ausschließlich als Langversion mit viel Beinfreiheit im Fond gebaut wird. Weltweit einheitlich. Hier hat der Münchener Autobauer vor allem die betuchte Kundschaft in China im Fokus, die im Oberklasse-Segment vor allem Chauffeurs-Limousinen bevorzugt. Auffallend sind schlitzartige Leuchteinheiten vorne und hinten, mit der Blechhaut bündige Türgriffe sowie ein analog zur Fahrzeuglänge ebenfalls gewaltig gewachsener Nieren-Kühlergrill.
Kinobildschirm für den Fond
Ebenfalls deutlich größer geworden sind die Bildschirme im Cockpit des neuen 7er. Hinterm Lenkrad gibt es ein 12,3-Zoll-großes Informationsdisplay sowie den 14,9-Zoll-großen Touchscreen. Neben Infotainment lassen sich hier viele Fahrzeugfunktionen steuern. Zusätzlich finden sich Bedienelemente auf der Mittelkonsole sowie im Lenkrad.
Bildergalerie
Doch es geht beim neuen 7er künftig vor allem um Annehmlichkeiten im Fond. Zum Serienumfang gehören unter anderem Komfortsitze, 4-Zonen-Klimaautomatik oder ein festes Panorama-Glasdach. Optional gibt es unter anderem ein Glasdach mit LED-Lichtfäden, einen Liegesitz auf der Beifahrerseite, Flächenheizungen für Armauflagen oder das Entertainment-System mit einem aus dem Dachhimmel ausfahrenden „Theatre Screen“.
Europa: Kein reiner Benziner mehr
Als klassischen Benziner wird es den neuen 7er für Kunden in Europa nicht mehr geben. Die Varianten 735i und 740i mit Reihensechszylinder sowie der 760i mit V8 werden nur außerhalb Europas verfügbar sein. Hierzulande startet der 7er zunächst als rein elektrischer i7 xDrive60 mit einem zweimotorigen Allradantrieb, der 400 kW/544 PS und 745 Newtonmeter leistet. Damit soll der 2,7 Tonnen schwere Stromer in 6,1 Sekunden auf 100 km/h sprinten sowie maximal 240 km/h erreichen.
Grund für das enorme Gewicht ist unter anderem die mit einem Netto-Energiegehalt von 101,7 kWh üppig dimensionierte Batterie, die im Gegenzug eine WLTP-Reichweite von 590 bis 625 Kilometer erlaubt. Dank Schnellladetechnik soll ein Nachladen von 10 auf 80 Prozent mit bis zu 195 kW Ladeleistung in 34 Minuten möglich sein. Unter Wechselspannung mit 11 kW dauert das Befüllen von 10 auf 100 Prozent rund 9,5 Stunden.
Mildhybrid kommt Anfang 2023
Völlig auf Diesel und Benziner müssen 7er-Kunden in Europa allerdings nicht verzichten. Zum Frühjahr 2023 will BMW nämlich noch den 740d xDrive nachreichen, der es dank der Kombination eines Dreiliter-Sechszylinders und einem kleinen E-Motor auf 200 kW/300 PS Gesamtleistung bringen wird. Der Mildhybrid erreicht 100 km/h in 6,3 Sekunden und maximal Tempo 250, der WLTP-Verbrauch soll bei rund 6 Litern Diesel liegen.
Mit 750e sowie 760e xDrive sind außerdem zwei Plug-in-Hybride mit Sechszylinder-Benziner mit 360 kW/490 PS beziehungsweise 420 kW/571 PS Systemleistung vorgesehen. In beiden Fällen ist rein elektrisches Fahren bis Tempo 140 und knapp 90 Kilometer weit möglich.
Diesel kostet sechsstellig
Der Einstiegspreis für den i7 liegt bei 136.000 Euro, mit Dieselmotor ist das Auto ab 107.000 Euro zu haben. „Die Renditeerwartungen für den 7er sind sehr gut“, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota bei der Premiere der Fahrzeuge am Mittwoch (20. April) in München. Gebaut werden sie ausschließlich im niederbayerischen Werk Dingolfing. Zum erwarteten Absatzanteil der Antriebsvarianten wollte Nota keine Prognose abgeben.
Bei den Verkaufszahlen wolle BMW „einen weiteren Sprung machen“, sagte Nota. Zielgrößen nannte er nicht, „aber wir sind da sehr ambitioniert“. Hauptmärkte seien China, die USA, Deutschland, Großbritannien und Korea. Vom aktuellen 7er hat BMW seit dem Start 2015 weltweit rund 330.000 Einheiten verkauft. Bei Oberklasse-Limousinen ist die Mercedes-S-Klasse bisher klarer Marktführer.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Hochautomatisiertes Fahren kommt erst 2024
Der 7er und i7 seien „die Speerspitze unseres Portfolios“, sagte Nota. Hochautomatisiertes Fahren auf Level 3, bei dem der Fahrer die Verantwortung an das Fahrzeug übergibt, will BMW allerdings erst nach weiteren Sicherheitstests in etwa anderthalb Jahren freischalten.
Bildergalerie
Trotz Engpässen bei Halbleitern und Kabelsträngen sei der Hochlauf der Produktion sichergestellt. Bei Halbleitern „werden wir den Rest des Jahres 2022 Engpässe sehen“, sagte der BMW-Vorstand. Die Lieferzeiten für die Elektro-Modelle iX und i4 lägen bei einem halben Jahr. Bei langen Wartezeiten biete BMW Autokäufern nach Möglichkeit eine Verkürzung bei geänderter Ausstattung an. Damit habe BMW 2021 über eine halbe Million Verträge angepasst.