Kreislaufwirtschaft BMW baut Zentrum für Batteriezellrecycling

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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BMW baut ein Zentrum für das Recycling von Batteriezellen in Niederbayern. Über drei bayerische Standorte soll so eine Kreislaufwirtschaft entstehen. 

BMW baut nahe Straubing ein Kompetenzzentrum für Batteriezellrecycling.(Bild:  BMW)
BMW baut nahe Straubing ein Kompetenzzentrum für Batteriezellrecycling.
(Bild: BMW)

BMW baut im niederbayerischen Kirchroth nahe Straubing ein Kompetenzzentrum für Batteriezellrecycling. Dort will der Autohersteller Reststoffe aus der Batteriezellfertigung und ganze Batteriezellen direkt recyceln.Heißt: Die Rohstoffe aus den Batteriezellen werden nicht in ihren Ursprungszustand zurückverwandelt, sondern gelangen direkt in den Kreislauf der Zellfertigung zurück. Energieintensives chemisches oder thermisches Aufbereiten entfällt. 
Die recycelten Rohstoffe will BMW in die Pilotfertigung von Batteriezellen in seine internen Kompetenzzentren zurückführen. Dabei geht es vor allem um Lithium, Kobalt, Graphit, Mangan und Kupfer.

Intern entwickeltes Recyclingverfahren

Das Direktrecycling hat BMW in seinen Kompetenzzentren in München und Parsdorf entwickelt. In Kirchroth wird es erstmals „in einem größeren Maßstab“ ausgerollt: Das Recyclingzentrum soll jährlich Batteriezellmaterial im mittleren zweistelligen Tonnenbereich recyceln können.
Die elektrische Energie aus den entladenen Zellen will BMW in Energiespeichern im Gebäude speichern und für den Betrieb der Recycling-Anlagen nutzen. Photovoltaikanlagen auf dem Dach ergänzen das Energie-Konzept.

Kreislaufwirtschaft über drei Standorte

In München entwickelt BMW Batteriezellen für künftige Generationen von Hochvoltbatterien. Am Standort gibt es eine Kleinserienfertigung. Die beste Batteriezelle skalieren die Entwickler dann in Parsdorf auf einer Pilotlinie für die Serienfertigung. Entstehende Überschüsse will BMW künftig in Kirchroth recyceln – und die Rohstoffe in die Zellproduktion nach Parsdorf zurückführen.

Die Encory GmbH baut das Kompetenzzentrum. Das geistige Eigentum des Recyclingverfahrens liegt aber vollständig bei BMW, teilt der Autohersteller mit. Encory ist ein Joint-Venture zwischen BMW und der Interzero Group. Das Gemeinschaftsunternehmen entwickelt und implementiert Logistikkonzepte unter anderem für Rückholung, Recycling und Wiederaufbereitung von Fahrzeugkomponenten. Beide Partner sind zu je 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt.

Rund zehn Millionen Euro investiert BMW in den Bau des 2.200 Quadratmeter großen Kompetenzzentrums in Kirchroth. Die ersten Anlagen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2025 ins Gebäude kommen. Rund 20 Jobs entstehen am Standort.

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