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Produktion

Borgward: Die Wiedergeburt in China

| Autor/ Redakteur: Norbert Giesen / Svenja Gelowicz

Im chinesischen Miyun nahe Peking fertigt Borgward 80.000 Fahrzeuge der Baureihen BX 5 und 7 – in einem beeindruckenden Werk. Jetzt erweitert der Automobilhersteller die Kapazität auf 180.000 Einheiten jährlich. Über die Wiedergeburt der Kult-Marke.

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Der Produktionsstart der Baureihen BX 5 und 7 für Europa wurde schon öfter angekündigt, dies scheint schwieriger als gedacht zu sein. Das Werk in Bremen sei beschlossene Sache, heißt es dazu von Borgward.
Der Produktionsstart der Baureihen BX 5 und 7 für Europa wurde schon öfter angekündigt, dies scheint schwieriger als gedacht zu sein. Das Werk in Bremen sei beschlossene Sache, heißt es dazu von Borgward.
(Bild: Borgward)

Ein gewaltiger Schlüssel gewährt den Besuchern und Mitarbeitern Zutritt auf das imposante Borgward-Werksgelände. Er wirkt antiquiert: Sein Design reicht zurück ins Jahr 1366 und soll die Bremer Bürgerschaft als Teil des Stadtwappens an ihre Weltoffenheit erinnern. Doch was hat Bremen mit dem Werk im chinesischen Miyun nordöstlich von Peking zu tun? Ganz einfach: Der legendäre Firmengründer C. F. Borgward stammte aus der Hansestadt. Seine Fahrzeuge haben in den Fünfziger- und Anfang der Sechzigerjahre das deutsche Wirtschaftswunder mit geprägt.

Damals galten Borgward-Modelle als höchst begehrenswert und wurden im gleichen Atemzug mit Mercedes oder BMW genannt. Die Stärke eines deutschen Markennamens nutzen – dieses Ziel brachte eine Interessengruppe um den Enkel Christian Borgward und einen chinesischen Partner Anfang der Zweitausenderjahre zusammen: Die Beiqi Foton Motor, ein Nutzfahrzeughersteller, erwarb die Markenrechte von Borgward.