Bosal Bosal schließt Werk in Viersen
Die Bosal-Gruppe schließt in diesem Jahr ihr Werk für Abgassysteme in Viersen, weil das Unternehmen seine Fertigungskapazität in größeren Werken konzentrieren will.
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Die Bosal-Gruppe stellt in diesem Jahr ihre deutsche Fertigung in Viersen ein. Die internationale Marktsituation habe sich nach Aussagen des Vorstandes im Geschäftsjahr 2000 verschlechtert, gab das Unternehmen beknannt. Der steigende Druck der Automobilindustrie auf die Einkaufspreise der Zulieferer und die Stagnation auf dem Ersatzteilemarkt seien die Auslöser der Schließung. "Aufgrund der geänderten Marktsituation und um Synergieeffekte eines internationalen Fertigungsverbundes nutzen zu können, müssen wir unsere Fertigungskapazität in größeren Werken konzentrieren. Wir können nicht auf Dauer einzelne kleinere Standorte subventionieren, weil wir dann mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtunternehmens gefährden würden", erklärte Mathias Welteroth, Geschäftsführer der Bosal GmbH.
Von der Produktionseinstellung sind 150 Mitarbeiter betroffen, die in Viersen seit 1987 Abgassysteme für die Erstausrüstung und den Ersatzteilmarkt produziert haben. Für diese will Bosal eine sozialverträgliche Lösung ausarbeiten. Außerdem werde Bosal die betroffenen Mitarbeiter bei der Suche nach Arbeitsplätzen bei anderen Unternehmen in der Region unterstützen, hieß es.
Bosal ist einer der weltweit führenden Anbieter von Abgassystemen, Katalysatoren, Präzisions-Stahlrohren, Anhängevorrichtungen, Dachträgersystemen, Scherenwagenhebern sowie Lagereinrichtungssystemen. Die Bosal-Gruppe hat 31 Fertigungsstandorte und 51 Vertriebszentren in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika und Australien. Rund 6.400 Mitarbeiter erwirtschafteten in 2000 einen Gruppenumsatz von 625 Millionen Euro.