Elektrischer Antrieb Bosch prüft Schließung des Werkes München
Der Wandel zu mehr elektrifizierten Fahrzeugen lässt die Nachfrage nach Verbrenner-Komponenten einbrechen. Der Autozulieferer Bosch prüft deshalb den Fortbestand des Werkes München und schließt weitere Standorte.
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Bosch prüft eine Schließung seines Werkes in München oder eine Produktionsverlagerung. Das haben am Sonntag (18. Juli) mehrere Medien berichtet. Demnach stehen 250 Arbeitsplätze auf dem Spiel. In dem Werk entstehen bisher Kraftstoffpumpen und EInspritzventile; die mit zunehmender Elektrifizierung der Fahrzeuge nicht mehr benötigt werden. Rund 250 Arbeitsplätze stehen demnach auf dem Spiel.
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, führe der Automobilzulieferer „derzeit Gespräche mit Arbeitnehmervertretern zur Zukunft des Standortes“. Eine Option sei eine Verlagerung der Produktion ins spanische Campinas, nach Hallein in Österreich, nach Budweis in Tschechien oder Nürnberg. An allen Standorten hat Bosch bereits Werke.
Werk Arnstadt schließt, Werk Göttingen ist verkauft
Direkt vom Wandel zu mehr elektrisch angetriebenen Fahrzeugen ist laut des Handelsblatt auch der Standort im thüringischen Arnstadt. Hier fertigt Bosch aktuell mit etwa 100 Mitarbeitern Generatoren. „Ab dem kommenden Geschäftsjahr liegen keine Aufträge mehr vor“, zitiert das Handelsblatt eine Unternehmenssprecherin. Den Beschäftigten würden aber Arbeitsplätze in der Fertigung im bayrischen Ansbach angeboten; beide Werke liegen rund 250 Kilometer voneinander entfernt.
Bereits verkauft hat Bosch sein Werk in Göttingen. Hier haben etwa 300 Beschäftigte gebrauchte Ersatzteile aufbereitet. Der neue Eigentümer ist laut Handelsblatt die chinesische Gotion High-Tech, drittgrößter Batteriehersteller des Landes – und nun bald mit einer Batteriemontage in Deutschland vertreten. Dafür übernimmt das Unternehmen alle Anteile der Bosch Aftermarket Solutions.
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