Wasserstoff Honda und GM fertigen Brennstoffzellensysteme in Serie

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Honda und General Motors haben Ende Januar mit der Großserienproduktion von Brennstoffzellensystemen begonnen. Honda will damit ein neues Brennstoffzellenauto antreiben.

Ein Mitarbeiter von Honda testet ein Brennstoffzellensystem in der Modulendmontage bei Fuel Cell System Manufacturing LLC.(Bild:  Honda)
Ein Mitarbeiter von Honda testet ein Brennstoffzellensystem in der Modulendmontage bei Fuel Cell System Manufacturing LLC.
(Bild: Honda)

General Motors und Honda haben die Serienproduktion von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen aufgenommen. Die Systeme entstehen auf einer Produktionsanlage des Joint-Ventures „Fuel Cell System Manufacturing LLC“, kurz FCSM.

Die beiden Automobilhersteller haben die Anlage im Januar 2017 in Brownstown, Michigan, gegründet. Beide Unternehmen investierten dafür insgesamt 85 Millionen US-Dollar. Bislang arbeiten 80 Menschen in der rund 6.500 Quadratmeter großen Anlage. Zur Kapazität der Anlage machten beide Unternehmen bislang keine Angaben. 
Zum Vergleich: Symbio startet momentan im Großraum Lyon auf einer Fläche von 26.000 Quadratmetern und will 16.000 Brennstoffzellensysteme jährlich fertigen, mit steigender Tendenz.

Mehr Leistung und bessere Haltbarkeit

Seit dem Jahr 2013 haben Ingenieure von Honda und GM an der neuen Generation des Brennstoffzellensystems entwickelt, ausgehend vom System im Honda Clarity Fuel Cell von 2019. Das neue System leiste mehr bei doppelter Einsatzzeit. Möglich machen das korrosionsbeständige Materialien und der optimierte Betrieb bei niedrigen Temperaturen. Laut Honda leistet das Brennstoffzellensystem etwa 92 Kilowatt.

Geringere Herstellkosten für das Brennstoffzellensystem

Die Herstellkosten für das neue Brennstoffzellensystem liegen laut der Mitteilung um zwei Drittel unter denen des Systems im Clarity von 2019. Dafür entwickelten die Unternehmen das Zelldesign weiter, setzen weniger Edelmetalle ein und nutzen einen gemeinsamen Einkauf.

Die Brennstoffzellensysteme wollen die Unternehmen „für den Transport und darüber hinaus“ einsetzen. Im gemeinsamen Projekt sind laut GM und Honda „viele einzigartige Methoden zur Automatisierung der Produktion von Membran-Elektroden-Baugruppen und der Montage von Brennstoffzellenstapeln“ entstanden.

FCSM ist das erste groß angelegte Produktions-Joint-Venture zum Bau von Brennstoffzellen. An dem Unternehmen sind beide Autohersteller je zur Hälfte beteiligt.

Neues Pkw-Modell mit Brennstoffzelle in 2024

Honda will in diesem Jahr ein neues Auto mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen, den „CR-V e:FCEV“. Entstehen soll es im Performance Manufacturing Center“ im amerikanischen Marysville, Ohio. Das Modell wird laut Honda ein Plug-In-Hybrid sein. Er soll batterieelektrisch in der Stadt fahren und mit Wasserstoff längere Strecken zurücklegen können.

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