Werkzeugmaschinenlabor Aachen/Technologieberatung Tectrans

Brose und Dräxlmaier: Ehrung für effektive Produktionsnetzwerke

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Drei Stufen von Standards

Es gibt drei Stufen von Standards. Jeder Standort ist verpflichtet, die sogenannten Muss-Standards komplett umzusetzen. „Es handelt sich etwa um einen standardisierten Fehlertisch, der in dieser Form weltweit in jeder Produktion steht“, erläutert Susanne Weber. Von den Soll-Standards der Zentrale können die Werke hingegen leicht abweichen. Dazu zählen die vorgeschriebenen Kennzahlentafeln, auf denen die Standorte Werte wie Sauberkeit oder Produktivität an der Linie immer nach den gleichen Regeln erfassen müssen. Jedem Werk bleibt dabei selbst überlassen, in welcher Weise es diese Kennzahlen präsentiert.

Kann-Vorgaben als Motivation

Außerdem gibt es Kann-Vorgaben. Das Brose-Werk in Sindelfingen macht beispielsweise jeden Freitag zusammen mit den Werkern einen Workshop, der die Mitarbeiter zum Umsetzen von Verbesserungen motivieren soll.

Prof. Günther Schuh ehrte in Hamburg (v. l.) Prof. Dr. Jörg M. Elsenbach, verantwortlich für die Unternehmensentwicklung bei der Dräxlmaier Group, Wolfgang Weißenberger, Standortleiter Landau, und Michael Kerschl, Teamleiter Logistik in Landau.
Prof. Günther Schuh ehrte in Hamburg (v. l.) Prof. Dr. Jörg M. Elsenbach, verantwortlich für die Unternehmensentwicklung bei der Dräxlmaier Group, Wolfgang Weißenberger, Standortleiter Landau, und Michael Kerschl, Teamleiter Logistik in Landau.
(Baiersdorf)

Die Idee zu den Workshops stammt aus Coburg. „Die Werke müssen die Best-Practise-Vorgaben nicht übernehmen“, so Weber: „Aber wenn Probleme auftreten, dann müssen sie schon erklären, warum sie das Werkzeug nicht genutzt haben.“

Größtmögliche Transparenz mittels Kennzahlen

Das Produktionsnetzwerk der Dräxlmaier Group ähnelt mit seinen 53 Standorten in 20 Ländern dem Fertigungsverbund von Brose. Die Jury würdigte bei dem Zulieferer die weltweite Einführung von Standards, die neue globale Organisationsstruktur und die transparente Steuerung des Netzwerkes. „Dräxlmaier nutzt wesentliche Kennzahlen als Frühindikatoren zur Steuerung des gesamten Produktions- und Logistiknetzwerks und erhält dadurch größtmögliche Transparenz“, kommentierte Dr. Axel Justus, Geschäftsführer der Tectrans.

Prof. Dr. Jörg Elsenbach, Geschäftsführer der DIS Dräxlmaier Interieursysteme GmbH aus Vilsbiburg, ergänzte: „Unsere Stärke besteht darin, dass wir die Lösung aus einer Hand anbieten. Das heißt, wir besitzen innerhalb unserer Wertschöpfungskette Fertigungsbereiche wie den Werkzeug- und Prototypenbau, den andere Zulieferer schon längst outgesourct haben.“ Dräxlmaier habe derartige Bereiche in den letzten Jahren sogar verstärkt regional aufgebaut.

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