VW China-CEO Ralf Brandstätter: „Die Play-off-Saison beginnt jetzt“

Von Tina Rumpelt 5 min Lesedauer

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2022 überholte BYD in China den Marktführer Volkswagen. Im selben Jahr übernahm Ralf Brandstätter VWs China-Geschäft. Er legte das Ruder um. Im „irrationalen Markt“ muss er nun den neuen Kurs halten.

Volkswagen China-CEO Ralf Brandstätter: „Unsere Erfolgsmetrik ist die Rentabilität, nicht nur der Marktanteil.“(Bild:  Volkswagen AG)
Volkswagen China-CEO Ralf Brandstätter: „Unsere Erfolgsmetrik ist die Rentabilität, nicht nur der Marktanteil.“
(Bild: Volkswagen AG)

Es wird kein Spaziergang. Volkswagens China-Chef Ralf Brandstätter will bis Ende des Jahrzehnts „eine starke Marktposition gesichert“ haben. „Dafür muss man ein intelligentes, nachhaltiges Rennen laufen“, schrieb er 2024 auf LinkedIn. Er plane „mit zwei herausfordernden Jahren“, in denen sich VW China auf „einen großen Technologiesprung und eine Produkteinführungswelle ab 2026“ vorbereite. „Bis 2027 wird unser Konzern insgesamt 40 neue Modelle in China eingeführt haben, davon 20 New Energy Vehicles“, sagte der 59-jährige Topmanager mit über 30 Berufsjahren bei VW.

Brandstätter hat sich auch eine monetäre Ziellinie gesteckt: zwei Milliarden Euro operativer Gewinn bis 2027. Für 2025 haben die Wolfsburger aktuell ein China-Ergebnis von 0,5 bis eine Milliarde Euro eingeplant. Zum Vergleich: 2028 und 2019 verdiente VW in China jeweils deutlich über vier Milliarden Euro. Volkswagen verkaufte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,3 Millionen Autos in China – 2,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2024.