Volkswagen Kommentar: Cariad – Chronik des Scheiterns

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

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Cariad ist in den vier Jahren seines Bestehens vieles Schuldig geblieben. Die Software-Tochter bekam vom VW-Management jedoch von Beginn an falsche Ziele und eine nicht passende Organisation.

Die VW-Softwaretochter Cariad liefert nicht so zuverlässig und zügig, wie sie sollte.(Bild:  Cariad)
Die VW-Softwaretochter Cariad liefert nicht so zuverlässig und zügig, wie sie sollte.
(Bild: Cariad)

Als VW seine Pläne zur Partnerschaft mit Rivian und zu einem gemeinsamen Unternehmen bekannt gegeben hatte, dauert es nicht lange, bis einige über VW und Cariad spotteten. Andere sehen in dem geplanten Einstieg Volkswagens ein zu hohes Risiko und denken dabei an das teuer gescheiterte Projekt mit Argo AI.

Bei Rivian geht es um eine E/E-Architektur, die in Zonen aufgeteilt ist, inklusive Software. Ein Konzept, an dem nahezu alle großen Autohersteller arbeiten. So auch Cariad seit es vor gut vier Jahren gegründet wurde. Auf der Unternehmensseite wird als Ziel dieser neuen Architektur eine reduzierte Anzahl Steuergeräte genannt. Das spare „mehr als einen Kilometer Kabelbaum pro Auto“. Außerdem sollen Hardware und Software voneinander entkoppelt werden, weil es für beide Bereiche unterschiedliche Entwicklungszyklen gibt. Neue Funktionen soll es künftig innerhalb von Wochen geben können, statt vier bis sechs Jahre auf neue Hardware warten zu müssen.