Magnesium-Druckguss Castwerk Technologies muss schließen

Aktualisiert am 20.08.2024 Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Castwerk Technologies muss schließen. Das Unternehmen für die Magnesium-Druckguss-Fertigung hatte im März Insolvenz beantragt. Neue Aufträge blieben aus.

Das Unternehmen Castwerk Technologies muss schließen.(Bild:  Schellenberg & Kirchberg)
Das Unternehmen Castwerk Technologies muss schließen.
(Bild: Schellenberg & Kirchberg)

Die Castwerk Technologies GmbH muss schließen. Der mittelständische Automobilzulieferer aus dem hessischen Frankenberg (Eder) entwickelt und fertigt Produkte aus Magnesium in Magnesium-Druckguss. Gegenüber der Hessische/Niedersächsische Allgemeine, HNA, bestätigte der Insolvenzverwalter Anfang August, dass der Unternehmensbetrieb eingestellt und allen Beschäftigten gekündigt wird.

Als Hauptgrund für die Insolvenz nannte Insolvenzverwalter Michael Lojowsky gegenüber HNA eine nicht eingehaltene Finanzierungszusage eines Drittmittelgebers. Laut Lojowsky erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt 23 Millionen Euro Umsatz. Die Löhne und Gehälter der rund 170 Beschäftigten wurden seit März über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gezahlt.

„Da es keine wirtschaftliche Perspektive für die Unternehmensfortführung gibt und sich bis zuletzt trotz intensiver Bemühungen kein Investor fand, der bereit gewesen wäre, das Unternehmen fortzuführen, hat die Gläubigerversammlung im Gerichtstermin am 7. August beschlossen, dass Castwerk seinen Geschäftsbetrieb einstellt“, zitiert HNA den Insolvenzverwalter.

Dass die Produktion trotz Insolvenz vorerst weiterlief, war laut Michael Lojowski den Kunden zu verdanken. Sie hätten die Verluste mitgetragen. Parallel suchten sie jedoch Alternativen – neue Aufträge bei Castwerk blieben aus. Für die rund 140 verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedeutet dies das Aus spätestens zum 31. Oktober dieses Jahres.

Verkauf von Castwerk an Investoren im Jahr 2022

Castwerk war im Jahr 2019 aus der Hettich-Unternehmensgruppe herausgelöst worden. Die Gruppe entwickelt und fertigt Funktionsbeschläge für Möbel. Im Jahr 2022 übernahmen die Unternehmen Niemeyer Investment und Sierra Zulu den Zulieferer Castwerk – im gemeinsamen Unternehmen Castwerk Technologies. Sierra Zulu hat im Juni dieses Jahres selbst Insolvenz angemeldet, im Juli wurde über das Vermögen des Unternehmens ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Gegenüber HNA sagte damals der Geschäftsführer der Hettich-Gruppe, Sascha Groß, der Automotive-Markt habe ganz andere Spielregeln als das Kerngeschäft im Bereich Möbelbeschläge. Zudem habe es Schwierigkeiten gegeben. Es seien Partner mit entsprechender Erfahrung im Bereich Guss notwendig. Genauere Angaben machte er laut der Webseite nicht.

Castwerk Technologies belieferte Automobilhersteller und Industrieunternehmen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1978 gegründet. Begonnen hatte die Fertigung mit Zinkdruckguss. Seit 1998 stellte Castwerk Produkte im Magnesium-Druckguss her. Im Jahr 2015 baute das Unternehmen den Geschäftsbereich in Frankenberg auf. Er war für den Magnesium-Druckguss und den Spritzguss konzipiert.

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