Zulieferer Continental schließt zwei Standorte in Deutschland

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Der Zulieferer Continental schließt zwei Standorte der Division Automotive in Deutschland. Einen Teil der etwa 2.300 Jobs verlagert das Unternehmen an andere Standorte.

Der Geschäftsbereich Continental Automotive schließt zwei Standorte in Deutschland.(Bild:  Continental)
Der Geschäftsbereich Continental Automotive schließt zwei Standorte in Deutschland.
(Bild: Continental)

Continental wird zwei Standorte des Geschäftsbereiches Automotive schließen. Die Aktivitäten der Standorte Wetzlar und Schwalbach sollen künftig in Frankfurt und Babenhausen durchgeführt werden. Das teilte der Zulieferer mit. Betroffen sind voraussichtlich circa 2.300 Beschäftigte. Rund 1.200 Stellen werden laut Unternehmen abgebaut, 1.100 an die beiden neuen Standorte verlagert.

In Wetzlar ist aktuell das Geschäftsfeld User Experience tätig. Entsprechende Entwicklungsprojekte verlagert Conti nach Babenhausen. Tätigkeiten ohne Bezug zum Geschäftsfeld User Experience will Continental aus Babenhausen nach Frankfurt transferieren. Der Zulieferer spricht von einem „nächsten Schritt bei der organisatorischen Ausgliederung des Geschäftsfeldes“.

Continental Automotive beschäftigt nach eigenen Angaben in der Rhein-Main-Region aktuell 8.000 Menschen. „Für die geplanten Veränderungen werden wir im Schulterschluss mit unseren Sozialpartnern gute und faire Lösungen finden“, sagte Philipp von Hirschheydt, Vorstandsmitglied und Leiter Automotive.

Der Umbau soll schrittweise erfolgen und bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Die Werke in Wetzlar und Schwalbach will Continental verkaufen. Der Zulieferer hatte die Pläne bereits Mitte Februar angekündigt.

Abbau in der Verwaltung und geringere R&D-Quote

„Die Konsolidierung der Standorte im Rhein-Main-Gebiet ist Teil der bereits kommunizierten Bündelung des Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks mit weltweit insgesamt 82 Standorten und der angekündigten Verschlankung des Verwaltungsapparats“, teilte Conti weiter mit. Insgesamt geht es um rund 7.150 Arbeitsplätze.

Allein der Abbau der Verwaltung soll jährlich 400 Millionen Euro sparen, in vollem Umfang ab dem Jahr 2025. Der Unternehmensbereich Automotive will zudem weniger Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben: im Jahr 2028 weniger als zehn Prozent des Umsatzes. Aktuell sind es rund zwölf Prozent.

Mit dem Umbau will Continental vorhandene Infrastruktur besser auslasten und Entwicklungszeiten und Kosten senken. Am Hauptsitz des Unternehmensbereichs Automotive in Frankfurt baut der Zulieferer parallel ein Kompetenzzentrum für Zukunftstechnologien wie High Performance Computing auf. „Mit den Maßnahmen verbessern wir unsere Kostenstruktur und stärken insbesondere die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung“, sagte von Hirschheydt zu den Umbauplänen.

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