Wirtschaft Sparprogramm und mögliche Übernahme: Covestro im Umbruch

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Covestro legt ein Sparprogramm auf, zu dem die deutschen Standorte knapp die Hälfte beitragen sollen. Auf betriebsbedingte Kündigungen will man aber verzichten. Zugleich geht der Vorstand in Übernahmegespräche mit dem Ölkonzern Adnoc.

 Covestro will die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern.(Bild:  Covestro)
Covestro will die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern.
(Bild: Covestro)

Der Vorstand und die Arbeitnehmervertretungen von Covestro haben ein Aktionspaket vereinbart, das die Beschäftigung an den deutschen Standorten langfristig sichern soll. Wie der Zulieferer mitteilt, verzichtet das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2032. Der Chemiekonzern sieht darin ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Gleichzeitig hat das Unternehmen das Transformationsprogramm „Strong“ aufgelegt. Dieses soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern, Abläufe effizienter machen sowie die Digitalisierung vorantreiben. Damit sollen bis Ende 2028 global jährlich Ausgaben in Höhe von 400 Millionen Euro gespart werden – davon 190 Millionen Euro in Deutschland. Dazu gehört wohl auch ein Personalabbau. Covestro werde diesen in Deutschland sozialverträglich umsetzen. Als Beispiele werden freiwillige Aufhebungsverträge oder Arbeitszeitreduzierungen genannt.

Ölkonzern Adnoc bietet 62 Euro je Aktie

Außerdem will Covestro in konkrete Verhandlungen mit Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) gehen. Der Ölkonzern möchte Covestro übernehmen und stellt den Aktionären eine Preis von 62 Euro je Unternehmensanteil in Aussicht. Der Aktienkurs von Covestro bewegte sich in den vergangenen 52 Wochen um die 50 Euro. Kauft Adnoc alle ausstehenden Aktien (laut Tagesschau >188 Mio. Stück), muss das Unternehmen dafür fast zwölf Milliarden Euro zahlen.

Als nächstes könne Adnoc die Bücher des Zulieferers im Rahmen einer sogenannten Due Diligence tiefgehend Prüfung.

Man habe in den Gesprächen seit Herbst 2023 gute Fortschritte erzielt, begründet CEO Markus Steilemann den Schritt. Der gesamte Covestro-Vorstand sei überzeugt, dass es ein gemeinsames Grundverständnis mit Adnoc über wesentliche Kernthemen einer möglichen Transaktion einschließlich der weiteren Wachstumsstrategie des Unternehmens erzielt werden könne.

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