Alternative Kraftstoffe Erste E20-Zapfsäule eröffnet

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Ethanolhersteller Crop Energies wirbt für die Markteinführung von Super E20. Erstmals soll der neue Sprit an einer öffentlichen deutschen Tankstelle angeboten werden – allerdings mit Einschränkungen.

Die erste E20-Zapfsäule in Deutschland ist vorerst nur für bestimmte Firmenflotten zugänglich, nicht für die breite Öffentlichkeit.(Bild:  sp-x)
Die erste E20-Zapfsäule in Deutschland ist vorerst nur für bestimmte Firmenflotten zugänglich, nicht für die breite Öffentlichkeit.
(Bild: sp-x)

Der Mannheimer Ethanolhersteller Crop Energies bietet seit Dienstag an einer öffentlichen Tankstelle den emissionssparenden Sprit Super E20 an. Allerdings ist die E20-Zapfsäule nach Angaben des Unternehmens in der laufenden Versuchsphase nur für bestimmte Firmenflotten zugänglich, nicht für die breite Öffentlichkeit. Bisher gebe es dieses Angebot eines höheren, 20-prozentigen Bioethanol-Anteils nur an Betriebstankstellen auf Firmengeländen.

ADAC zeigt sich erfreut

Der Automobilclub ADAC begrüßt den Fortschritt beim Thema E20. Gegenüber E5 und E10 lassen sich demnach die Treibhausgas-Emissionen beim Autofahren unkompliziert weiter reduzieren. Super E10 biete ein Einsparpotenzial von bis zu drei Millionen Tonnen CO2 jährlich. „Über eine höhere Beimischungsquote von aktuell maximal 10 auf dann bis zu 20 Prozent Bioethanol ließen sich die Einsparpotenziale noch einmal deutlich steigern“, sagte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze.

Damit auch normale Autos den neuen Sprit nutzen können, muss laut dem Automobilclub die Qualitätsnorm für Ottokraftstoffe angepasst werden. Hier sei auch die Politik gefordert. Im Anschluss müssten Autohersteller ihre Fahrzeuge für die Nutzung technisch freigeben.

Der ADAC sieht aber auch die Notwendigkeit, Fehler der E10-Einführung im Jahr 2011 zu vermeiden. Damals hieß es, die Benzinbranche trage die Alleinschuld am E10-Debakel. Sie habe versäumt, Autofahrer über die Verträglichkeit aufzuklären, was für Verunsicherung gesorgt habe. „Gerade mal 24 Prozent betrug im vergangenen Jahr der Anteil von Super E10 am Ottokraftstoff-Markt“, so der ADAC. Das Einsparpotenzial bei Emissionen werde so nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft.

(ID:49755206)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung