Batterietechnik Customcells eröffnet neue Unternehmenszentrale

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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In Itzehoe hat der Zulieferer seine neue Unternehmenszentrale eröffnet. Am Standort will Customcells zudem neue Produkte und Produktionsprozesse entwickeln.

Der Batteriehersteller Customcells hat seine neue Unternehmenszentrale in Itzehoe bezogen. (Bild:  Customcells)
Der Batteriehersteller Customcells hat seine neue Unternehmenszentrale in Itzehoe bezogen.
(Bild: Customcells)

Customcells hat seine neue Unternehmenszentrale in Itzehoe offiziell eröffnet. An dem Standort 50 Kilometer nördlich von Hamburg sollen 160 Jobs entstehen. Der vierstöckige Holzbau soll jedoch erst der Anfang sein. „Unser neues Gebäude ist mehr als nur unsere Unternehmenszentrale – es ist unser Zukunftslabor“, betonte Dirk Abendroth, CEO von Customcells, bei der Eröffnung.

Demnach soll dort an neuer Technik geforscht werden. „Wir wollen weiter am Standort Deutschland investieren und den Track Record bei Patentanmeldungen massiv erhöhen.“ Customcells habe dafür einen Extruder bestellt; die nächsten Ausbaustufen werden bereits geplant. In den nächsten fünf Jahren soll der Standort erweitert werden.

Hochleistungstechnik für Luxusautos

In den vergangenen fünf Jahren habe Customcells seinen Umsatz verdreifacht und durchweg schwarze Zahlen geschrieben. Investoren wie Porsche, Vsquared Ventures und weitere haben mehr als 75 Millionen Euro bereitgestellt. Porsche ist dabei Investor und Kunde, mit dem ein Gemeinschaftsunternehmen – Cellforce – aufgebaut wurde.

Customcells arbeitet an Batteriezellen, die mittels der sogenannten Prälithiierung – das Aufbringen von Lithium auf Anoden – eine um mehr als das zehnfach höhere Energie- und Leistungsdichte aufweisen sollen als konventionelle Batterien. Für die Mobilitätswende brauche es laut Abendroth leistungsfähige Batterien. „Damit diese auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse maßgeschneidert entwickelt und produziert werden können, müssen wir noch schneller wachsen als bisher.“ Mit Blick auf die kürzlich bekanntgewordenen Pläne zur Kürzung der Forschungsförderung sagte der ehemalige Technikchef von Continental: „Ohne politische Unterstützung und ein klares Bekenntnis für Unternehmen aus der Region wird dies nicht gelingen.“

75 Prozent der Fördermittel für die Batterieforschung sollen gestrichen werden. „Ich denke, es ist legitim zu fordern, dass neben amerikanischen, chinesischen und schwedischen Firmen in Deutschland auch einheimische Hidden Champions gleichermaßen gefördert werden“, appellierte Abendroth.

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