Alternative Antriebe

Die Antriebsstrategie der PSA-Gruppe

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Mitsubishi entwickelt Akku und Antrieb

Mitsubishi zeichnet für die Entwicklung des Akkus und des gesamten elektrischen Antriebs verantwortlich. Der PSA-Kooperationspartner liefert auch die meisten Komponenten – mit zwei wesentlichen Ausnahmen: Den Hochvolt-Kabelstrang steuert Yazaki bei, und die Hochvolt-Steckverbinder werden von Kostal bezogen. Die Integration des Elektroantriebs ins Fahrzeug hat PSA nach eigenen Angaben in zwei Jahren Entwicklungszeit selbst vollzogen und dafür rund 100 Millionen Euro aufgewendet. Den Weg ins Auto findet der Stromspeicher letztlich über einen Umweg: Die Bodengruppe und Achsen sowie der elektrische Antriebsstrang einschließlich Batterie werden auf einem Hilfsrahmen in einer Arbeitsstation außerhalb der normalen Taktfrequenz montiert. Erst der komplette Unterbau fädelt wieder in den automatisierten Fertigungsprozess ein und trifft dann auf die lackierte Karosserie.

Leichtes Nutzfahrzeug der beste Ansatz

Die Kastenwagenmodelle von PSA, wie der Peugeot Partner, erhalten auch einen Elektroantrieb. Der 49 kW starke Elektromotor mit 200 Nm Drehmoment ist nach Angaben des Herstellers im Idealfall für eine Reichweite von 170 Kilometern gut.
Die Kastenwagenmodelle von PSA, wie der Peugeot Partner, erhalten auch einen Elektroantrieb. Der 49 kW starke Elektromotor mit 200 Nm Drehmoment ist nach Angaben des Herstellers im Idealfall für eine Reichweite von 170 Kilometern gut.
(Foto: PSA)

Peugeot und Citroën sehen im leichten Nutzfahrzeug für den örtlichen Handwerker den besten Ansatz, um die Vorteile der Elektromobilität auf die Straße zu bringen. Der 49 kW starke Elektromotor mit 200 Nm Drehmoment reicht bei einem solchen Einsatzmuster jedenfalls aus – ebenso die Batteriekapazität von 22,5 kWh, die nach Angaben des Herstellers im Idealfall für 170 Kilometer gut ist. Antrieb, Leistungselektronik und Stromspeicher schmälern den originären Laderaum nicht.

Zweistufige Rekuperation

Die im Vergleich großzügige Reichweite ist einer zweistufigen Rekuperation geschuldet: Schon beim Loslassen des Gaspedals baut der Elektromotor ein kräftiges Bremsmoment auf und wandelt relativ viel kinetische in elektrische Energie um. Tritt der Fahrer das Bremspedal, verzögert das Fahrzeug zunächst stärker elektrisch, bevor die hydraulische Bremse eingreift. Auf Batterie und Antriebsstrang gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie. Der Händler will für das Fahrzeug knapp 31.000 Euro – etwa das Doppelte dessen, was laut Preisliste die einfachste Benziner-Version kostet. Laut PSA sollen die Fahrzeuge noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

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