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Mild- und Plug-in-Hybrid
Ab dem Jahr 2017 will der PSA-Konzern zudem den Mildhybrid „Hybride Eco“ mit einem zehn Kilowatt starken Elektromotor anbieten. Motor und Steuerelektronik arbeiten mit einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie. Das Fahrzeug soll bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h rein elektrisch fahren können und den Kraftstoffverbrauch um 10 bis 15 Prozent senken – verglichen mit einem Fahrzeug mit identischem Verbrennungsmotor. Zum Thema Plug-in-Hybrid steuert PSA den so genannten „HYdole“ bei. Er hat eine Gesamtreichweite von bis zu 500 Kilometer. Die rein elektrische Reichweite beziffert das Unternehmen auf bis zu 60 Kilometer. Der Akku soll an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose innerhalb von fünf bis sechs Stunden vollständig geladen sein. Die Verbrauchsangabe stimmt optimistisch: PSA beziffert sie auf 1,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Über die Serienfertigung des HYdole wurde indes noch nicht endgültig entschieden.
Elektro-Kleinfahrzeug VéLV
Ebenso ungewiss ist die Fertigung des „VéLV“, ein Elektro-Kleinfahrzeug, das derzeit Konzeptstatus hat. Es ähnelt einem Dreirad, ist lediglich 2,81 Meter lang, unter 700 Kilogramm leicht und bietet Platz für bis zu drei Personen. Der Antrieb besteht aus einem 20 kW starken Elektromotor, der das Fahrzeug auf maximal 110 km/h beschleunigt. Der Verbrauch soll 8,5 kWh betragen.
Zwei elektrische Kastenwagen
Deutlich greifbarer, weil bald lieferbar, sind zwei Modelle, die PSA mit Hilfe von Mitsubishi auf Elektroantrieb umgerüstet hat: die Kastenwagen Partner und Berlingo. Im spanischen PSA-Werk – das erste, in dem der Konzern Elektrofahrzeuge selbst produziert – ist eine Fertigungskapazität von zwölf Exemplaren pro Tag eingerichtet. Zum Vergleich: Von allen dort produzierten Modellen mit konventionellem Antrieb laufen im gleichen Zeitraum 880 Einheiten vom Band. Der Lithium-Ionen-Akku wird in Handarbeit montiert. Seine 80 Zellen stammen von Lithium Energy Japan (LEJ), einem Joint Venture von GS Yuasa und Mitsubishi. 16 der Zellen werden zu Modulen zusammengefasst und so nach Vigo geliefert. An drei Arbeitsstationen entsteht dort in 252 Schritten und 140 Minuten Arbeitszeit ein zweigeteilter Akku mit einmal zwei und einmal drei Modulen. Das größere Speicherpaket nimmt 13,5 kWh auf und sitzt vor der Hinterachse. Das kleinere ist direkt hinter der Hinterachse eingebaut und speichert 9 kWh; beide zusammen wiegen 320 Kilogramm.
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