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Antriebe Die Antriebsstrategie von Volkswagen

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Thomas Günnel

Auf dem Wiener Motorensymposium zeigten die OEMs einmal mehr ihre Vorstellung vom „grünen“ Antrieb. Auf welche Strategie VW setzt, stellte Konzern-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn höchstselbst vor.

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Martin Winterkorn: „Es darf bei den neuen Antrieben nicht um Verzicht auf Komfort, Fahrspaßoder Alltagstauglichkeit gehen, sondern um individuelle Mobilität, die genau zu den Bedürfnissen unserer Kunden passt.“
Martin Winterkorn: „Es darf bei den neuen Antrieben nicht um Verzicht auf Komfort, Fahrspaßoder Alltagstauglichkeit gehen, sondern um individuelle Mobilität, die genau zu den Bedürfnissen unserer Kunden passt.“
(Foto: Volkswagen)

Eines vorweg: Eine einzige Richtung wird es beim Marsch in die Zukunft der Antriebstechnologie nicht geben. Da sind sich die OEMs einig. Und so erklärte auch VW-Vorstandschef Martin Winterkorn: „Mittel- und langfristig wird es ein Nebeneinander der verschiedenen Antriebstechnologien geben. Nur so sind die Klimaziele erreichbar. Wir machen alle relevanten Antriebstechnologien so effizient und wirtschaftlich wie möglich.“ Neben den Verbrennern schloss er in dieses Ziel auch den Erdgasantrieb, Plug-in-Hybride und Elektroantriebe – wenn auch letztere nur für den Kurzstreckenverkehr – mit ein.

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Jede Fahrzeuggeneration 10 bis 15 Prozent effizienter

Und die machen den OEMs mächtig Feuer unter dem Hintern. So liefert Volkswagen nach eigenen Angaben inzwischen 80 Prozent seiner Fahrzeuge in Märkte mit CO2-Vorgaben. Das Unternehmen will als Antwort darauf jede neue Fahrzeuggeneration etwa 10 bis 15 Prozent effizienter machen und bis zum Jahr 2018 in seinen Werken den Energie- und Wasserverbrauch sowie den Abfall um ein Viertel senken. Konzernweit soll der CO2-Ausstoß der Pkw-Flotte bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer sinken. Aktuell bietet Volkswagen nach Winterkorns Angaben mehr als 240 Modellvarianten mit weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer an, davon 36 Modelle mit weniger als 100 Gramm. Bis 2020 soll beispielsweise ein TSI-Ottomotor mit rund 100 Kilowatt Leistung im Golf die Grenze von 100 Gramm CO2 pro Kilometer unterbieten.

Bessere Brennverfahren, Leichtbau, Thermomanagement

Dafür arbeiten die Volkwagen-Ingenieure etwa an besseren Brennverfahren inklusive Ladungswechsel und suchen neue Leichtbau-Werkstoffe, etwa hochfeste Stähle. Hinzu kommen neue Betriebsstrategien, wie Zylinderabschaltung und Downspeeding, sowie weitere Verbesserungen bei der Reibleistung und beim Thermomanagement von Motor und Gesamtfahrzeug.

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