Produktion Diese Modelle etablierter Automarken kommen aus China

Von Andreas Wehner 3 min Lesedauer

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Wer über EU-Strafzölle für chinesische Elektroautos spricht, denkt dabei zuallererst an die Fahrzeuge chinesischer Marken. Doch auch westliche Hersteller lassen Autos in China bauen und könnten betroffen sein.

Der Dacia Spring ist ein Chinese. Den Elektro-Preisbrecher produziert die Renault-Tochter zusammen mit dem Staatskonzern Dongfeng.(Bild:  Dacia)
Der Dacia Spring ist ein Chinese. Den Elektro-Preisbrecher produziert die Renault-Tochter zusammen mit dem Staatskonzern Dongfeng.
(Bild: Dacia)

Dass die EU schon bald Strafzölle auf in China produzierte E-Autos verhängt, gilt inzwischen als sehr wahrscheinlich. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ habe die Untersuchung der EU-Kommission klare Hinweise auf übermäßige Staatshilfen für chinesische Produzenten ergeben. Vor allem die Energiekosten seien subventioniert worden. Eine Entscheidung soll dem Bericht zufolge nach der Europawahl am 9. Juni verkündet werden.

Laut „Spiegel“ rechnen Experten damit, dass auf die bislang bereits erhobene Zollabgabe von zehn Prozent künftig Strafzölle in Höhe von 15 und 25 Prozent aufgeschlagen werden könnten. Diese sollen jedoch für jeden Hersteller nach einem abgestuften System individuell verhängt werden – je nachdem wie stark die Autobauer in China von Subventionen profitierten und wie sie im Verfahren mit der EU-Kommission zusammengearbeitet hatten. Dem Bericht zufolge könnten die Strafzölle für BYD und Geely besonders hoch ausfallen. Unter anderem aufgrund der zu erwartenden zusätzlichen Abgaben hatte in der vergangenen Woche der chinesische Hersteller Great Wall Motor die Schließung seiner Europazentrale angekündigt.