Zulieferer

Dr. Schneider wächst und investiert

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Investitionen auch in Auslandswerke

Dr. Schneider beschäftigt weltweit inzwischen 3.600 Mitarbeiter, von denen etwa 1.300 aktuell in Kronach-Neuses arbeiten. Doch die Investitionen fließen auch an die anderen Standorte, wie die Werke in Tschirn, Judenbach (Thüringen) und im Ausland. „Die Produktionen in USA und China bauen wir weiter aus“, erläuterte Wilhelm Wirth, der in der Dr. Schneider-Geschäftsführung alle kaufmännischen Belange verantwortet. Dazu kommen Anschaffungen für neue Technologien und kontinuierliche Ersatzbeschaffungen an den traditionellen Standorten, um die Technik auf dem aktuellen stand zu halten. Auf die Frage, welche Auslandsstandorte neben den USA und China für die Gruppe interessant sind, räumte Wirt ein, dass man auch mit Blick auf den Partner Audi ein Engagement in Mexiko prüfe. Dort läuft noch dieses Jahr der neue Audi Q5 an, für den Dr. Schneider als Zulieferer gewählt wurde.

Entwicklungskompetenz stärken

Auch für die Zukunft ist man optimistisch: „Zum einen wächst die Automobilindustrie nach den Prognosen der Analysten bis 2020 durchschnittlich um vier Prozent, in unseren Segmenten sogar noch stärker. Zum anderen haben wir bereits erste Schritte weg vom reinen Komponenten-Lieferanten hin zum System-Lieferanten geschafft“, erklärte Shah. So liefere man ebenfalls für den Kunden Audi nun eine komplette Mittelkonsole, statt nur einzelner Bauteile. Neben der erfreulichen Situation der Branche war vor allem das Projektgeschäft ein Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere im Premiumbereich habe man eine sehr gute Auftragslage durch Kunden wie die Volkswagen-Gruppe, Daimler, BMW und die erstarkte Marke Jaguar Land Rover. Diese Partner setzten auf die globalen Trendthemen Elektrifizierung, Connectivity und autonomes Fahren, die auch Dr. Schneider forciert. „Dort müssen wir uns hinbewegen“, sagte Shah. Die Kronacher setzen deshalb auf die eigene Entwicklungskompetenz. Dazu hatte man schon im vergangenen Jahr mit dem Bau eines neues F&E-Center begonnen, dessen Einweihung für Mitte Juni geplant ist.

Stärkung des Volumengeschäfts

Gerade das autonome Fahren habe Folgen für die Entwicklung des künftigen Innenraums, erklärte Shah und verwies auf „das Auto als Wohnzimmer“, für das der Zulieferer neue Produkte einbringen will. Daneben werde das Thema Individualisierung noch stärkeren Einfluss auf das Geschäft haben und auch die Volumenhersteller mehr fordern. Hier arbeite Dr. Schneider daran, die Geschäftsbeziehungen zu Ford, Opel und Chrysler auszubauen, ergänzte der Vorsitzende der Geschäftsführung.

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