Maschinenbau Dürr steigert Umsatz – weniger neue Aufträge

Von Lina Demmel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Dürr-Konzern konnte seinen Umsatz 2023 steigern. Vor allem in die Automatisierungstechnik wurde viel investiert. Im Automobilgeschäft spielten E-Autos eine große Rolle.

Im Geschäft mit der Automobilindustrie erreichte der Maschinen- und Anlagenbauer das Bestellniveau von 2022. Dazu trugen die Trends zu klimafreundlichen Produktionstechnologien und zur E-Mobilität bei. (Bild:  Dürr)
Im Geschäft mit der Automobilindustrie erreichte der Maschinen- und Anlagenbauer das Bestellniveau von 2022. Dazu trugen die Trends zu klimafreundlichen Produktionstechnologien und zur E-Mobilität bei.
(Bild: Dürr)

Der Dürr-Konzern hat das Jahr 2023 mit einem Umsatzzuwachs abgeschlossen und das operative Ergebnis gesteigert. Während der Umsatz auf gut 4,6 Milliarden Euro zulegte (+7 %), stieg das EBIT vor Sondereffekten auf 280 Millionen Euro (+20 %). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich von 5,4 auf 6,1 Prozent. Basis dafür waren Ergebniszuwächse in allen fünf Geschäftsbereichen. Der Auftragseingang nahm um knapp acht Prozent ab, erreichte mit 4,6 Milliarden Euro aber seine Zielspanne. Im Geschäft mit der Automobilindustrie erreichte der Maschinen- und Anlagenbauer das Bestellniveau von 2022.

Hoher Auftragseingang für Elektroautos

2023 entfielen über 1,1 Milliarde Euro des Auftragseingangs auf Produktionstechnik für Elektroautos. Dies entspricht einem Anteil von über 50 Prozent am Geschäft des Dürr-Konzerns mit der Automobilindustrie. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Anlagen, die zur klimaschonenden Transformation der Automobilproduktion beitragen. In Europa stellt Dürr für einen Kunden aktuell die erste CO2-freie Automobillackiererei fertig.

Auch von der fortschreitenden Automatisierung industrieller Prozesse profitiert der Konzern. Im Lackierrobotergeschäft erzielte Dürr einen Auftragseingang von 720 Millionen Euro (+10,1 %). Wichtige Wachstumstreiber in der Automatisierungstechnik sind höhere Stückzahlen- und Qualitätsanforderungen, der Fachkräftemangel und die Rückverlagerung von Produktionsumfängen in Hochlohnländer. Deshalb hat Dürr in den Ausbau seines Automatisierungsgeschäfts investiert. Nach dem Kauf der Automatisierer Teamtechnik und Hekuma (beide 2021) wurde 2023 BBS Automation akquiriert. Zusammen erzielen die drei Unternehmen rund 500 Millionen Euro Umsatz, bis 2030 sollen es über 800 Millionen Euro sein.

Sinkender Gewinn, steigende Mitarbeiterzahl

Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich auf 110 Millionen Euro nach 134 Millionen Euro im Vorjahr. Dies resultierte aus gestiegenen Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit dem im November bekannt gegebenen Stellenabbau bei Homag. Dort sollen rund 600 von knapp 7.500 Stellen entfallen, davon 350 in Deutschland.

Zum 31. Dezember 2023 hatte der Dürr-Konzern 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind gut 2.000 mehr als im Jahr zuvor. Der Großteil des Zuwachses resultierte aus der Akquisition von BBS Automation mit 1.600 Beschäftigten. In Deutschland stieg die Beschäftigtenzahl um sechs Prozent auf 9.410.

Positiver Ausblick

Für 2024 rechnet man mit einem Zuwachs des Auftragseingangs von acht Prozent und einem Umsatz zwischen 4,7 und 5 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten wird 2024 voraussichtlich auf 4,5 bis 6 Prozent abnehmen. Grund dafür ist ein zu erwartender Umsatzrückgang von 15 Prozent sowie eine geringe EBIT-Marge bei Homag. Mittelfristig strebt der Dürr-Konzern eine Mid-Cycle EBIT-Marge vor Sondereffekten von mindestens acht Prozent an. Dies setzt eine Markterholung bei Homag voraus. Der Umsatz soll bis 2030 auf über sechs Milliarden steigen.

(ID:49932591)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung