Ladeinfrastruktur Drei neue Schnell-Ladeparks in Brandenburg und Niedersachsen

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Brandenburg und Niedersachsen entstehen drei Schnellladeparks. An den Stationen soll jeweils eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt verfügbar sein.

Das Energieunternehmen EnBW baut drei neue Schnellladeparks in Brandenburg und Niedersachsen.(Bild:  Endré Dulic/EnBW)
Das Energieunternehmen EnBW baut drei neue Schnellladeparks in Brandenburg und Niedersachsen.
(Bild: Endré Dulic/EnBW)

Das Energieunternehmen EnBW baut drei neue Schnellladeparks. An den Standorten in Wollin, Fredersdorf-Vogelsdorf, beide Brandenburg, und Emstek/Cloppenburg in Niedersachsen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mit dem Bau begonnen. Alle Standorte sollen im ersten Halbjahr 2024 in Betrieb gehen.

Für EnBW sind es die ersten beiden Schnellladeparks mit Solardach in Brandenburg. Der Standort Wollin liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Magdeburg und Berlin an der A2, Fredersdorf-Vogelsdorf rund 20 Kilometer östlich von Berlin an der A10. In Niedersachsen entsteht der Ladepark in Emstek/Cloppenburg zwischen Oldenburg und Osnabrück an der A1.

52 neue Ladepunkte

Die neuen Standorte verfügen über „High Power Charging“-Ladepunkte (HPC) mit einer Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt. Konkret entstehen in Wollin 16 der Ladepunkte. Kurzfristig könne EnBW auf 22 Ladepunkte ausbauen. In Fredersdorf-Vogelsdorf entstehen acht Schnellladepunkte, in Emstek/Cloppenburg 28.

Die Parks betreibt das Unternehmen laut einer Mitteilung vollständig mit Ökostrom. Solardächer über den Stationen sollen zusätzlich grüne Energie in die Standorte einspeisen. Die Solardächer in Wollin und Fredersdorf-Vogelsdorf leisten jeweils gut 18 kWp, das Dach in Emstek/Cloppenburg nahezu 28 kWp.

Deutlich mehr Ladestationen bis zum Jahr 2030

Im Jahr 2023 hat EnBW nach Unternehmensangaben 15 Schnellladeparks mit Solardach in Betrieb genommen. Ende des Jahres öffnete zum Beispiel ein Schnellladepark mit 24 HPC-Ladern bei Chemnitz. „Im Frühjahr 2024“ rüstet das Unternehmen ein Solardach nach, dessen Leistung beträgt 52 kWp. Weitere Ladeparks gingen in Betrieb nahe der A1 im niedersächsischen Posthausen östlich von Bremen und am Dreieck Nahetal in Rheinland-Pfalz, am Kreuz von A60 und A61. Außerdem in Bayern: in Aurach und Alfeld in der Nähe der A6, und im hessischen Hüttenberg nahe der A45.

Der erste neu eröffnete Ladepark in diesem Jahr ist der im rheinland-pfälzischen Gau-Bickelheim an der A61. Hier gibt es 16 Schnellladepunkte. Das Solardach der Anlage leistet 37 kWp. Aktuell betreibt EnBW mehr als 4.200 Ladepunkte in Deutschland. Das Ziel bis zum Jahr 2030 sind „etwa 30.000 gleichzeitig nutzbare Schnellladepunkte“.

Für den Ausbau hatte das Unternehmen vor rund einem halben Jahr seine Investitionen in diesem Bereich fast verdoppelt: von mehr als 100 Millionen Euro auf rund 200 Millionen Euro pro Jahr. Für die bis Anfang des kommenden Jahrzehnts in Deutschland zugelassenen E-Autos sind demnach insgesamt 130.000 bis 150.000 Schnellladepunkte notwendig.

(ID:49894789)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung