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Zurück nach Deutschland: Wie erfolgreich sind Sie am neuen Standort Osnabrück?
Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des Standorts. Kern unserer Tätigkeit ist die Karosserieentwicklung und Fahrzeugintegration. Aktuell beschäftigen wir in Osnabrück rund 70 Mitarbeiter, die wir quasi aus dem nichts aufgebaut haben. Noch entwickeln wir im Wesentlichen für den Volkswagen-Konzern. Im nächsten Schritt haben wir jedoch weitere Kunden im Blick, allen voran diejenigen, die schon zu Karmann-Zeiten in Osnabrück haben entwickeln lassen.
Kommen wir zur Unternehmensentwicklung: Sind die einzelnen Geschäftsfelder gleich stark gewachsen?
Themenbezogen ja. Es zeigt sich allerdings weiterhin, dass die Paketvergabe in der Karosserieentwicklung eine andere Qualität hat als etwa in der Elektrik/Elektronik. Dort werden vor allem Einzeldienstleistungen und Vor-Ort-Tätigkeiten nachgefragt. Insofern sind unsere Umsätze im Geschäftsfeld Karosserie überdurchschnittlich gewachsen.
Wie profitieren Sie von den Trendthemen E-Mobilität, Leichtbau und Connectivity?
Die Themen E-Mobilität und Leichtbau haben sich alleine schon durch die Gründung unserer beiden Competence Center sehr gut entwickelt. Das Thema Connectivity haben wir derzeit nicht im Fokus. Schließlich wollen wir uns nicht verzetteln.
Im Leichtbau haben wir von mehreren OEMs Vorausentwicklungsaufträge bekommen, um deren nächste Generation an Volumenmodellen noch leichter zu machen. Diese Projekte nähern sich nun der Serienentwicklung. In der Elektromobilität haben wir uns zunächst in den Feldern Ladekonzepte und Batteriemanagement mit eigenen kleineren Projekten positioniert. Ferner profitieren wir in der Achse Deutschland – China von der Tatsache, dass die deutschen OEMs von der chinesischen Regierung aufgefordert werden, spezifische Elektrofahrzeuge für China zu bauen. Wir bieten hier Gesamtszenarien an und prüfen unter anderem, wie sich vorhandene Komponenten in die für China bestimmten Fahrzeugen integrieren lassen.
Wie war die Resonanz auf Ihr Concept Car „EDAG Light-Car-Sharing“ bei seinem zweiten Auftritt in Genf?
Ich war erstaunt über die nüchterne und zustimmende Betrachtung der OEMs. Viele können sich ebenso wie wir vorstellen, dass aufgrund der hohen Anschaffungskosten die nahe Zukunft der Elektromobilität mit spezifischen Car-Sharing-Fahrzeugen abgebildet wird. Im nächsten Schritt werden wir das Concept Car gemeinsam mit der TU Ilmenau als technischen Konzeptträger weiterentwickeln.
Das als Nachrüst-Kit konzipierte modulare Antriebssystem „EDpowerdrive“ ist kürzlich ist im Rahmen des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank als „Ausgewählter Ort 2012“ ausgezeichnet worden.
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