Gießerei Investor kauft Eisenwerk Hasenclever & Sohn

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Es gibt einen Investor für die insolvente Gießerei Eisenwerk Hasenclever & Sohn. Er betreibt bereits weitere Gießereien.

Das Unternehmen Eisenwerk Hasenclever und Sohn hat einen Investor gefunden.(Bild:  Eisenwerk Hasenclever & Sohn)
Das Unternehmen Eisenwerk Hasenclever und Sohn hat einen Investor gefunden.
(Bild: Eisenwerk Hasenclever & Sohn)

Der Investor „DiHAG Integrated Foundry Group“ übernimmt die insolvente Eisenwerk Hasenclever & Sohn GmbH in Battenberg. Das hat der Insolvenzverwalter mitgeteilt. Der Geschäftsbetrieb geht laut einer Mitteilung uneingeschränkt weiter, alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Dihag hat den kompletten Geschäftsbetrieb von Eisenwerk Hasenclever & Sohn mit sämtlichen Vermögenswerten und allen Beschäftigten erworben. Einen Kaufpreis nannten die Unternehmen nicht. Die Kartellbehörden müssen die Transaktion noch genehmigen.

Eisenwerk Hasenclever & Sohn fertigt aktuell mit rund 840 Menschen hochtemperaturfeste Abgaskomponenten für die Automobilbranche, etwa Turbolader, Auspuffkrümmer oder integrierte Module. Zudem entstehen in Battenberg Zylinderköpfe und Trägersysteme für Kunden außerhalb der Automobilbranche.

Das Unternehmen musste wegen starker Nachfrageschwankungen im November 2023 beim Amtsgericht Marburg Insolvenz anmelden. Zudem führte der simultane Hochlauf von neuen Kundenprojekten laut des Insolvenzverwalters zu hohen Ausschussquoten und einem erhöhten Finanzierungsbedarf.

Dihag betreibt weitere Gießereien

Die DiHAG Integrated Foundry Group betreibt bereits acht traditionsreiche, moderne Gießereien in Deutschland, Polen und Ungarn. Zu deren Portfolio gehören Gussprodukte im Eisen- und Stahlguss, außerdem in Kokillen gefertigte Produkte aus Eisen und Stahl, zum Beispiel Walzen für Stahlwerke. Aktuell ist der Investor in mehreren Branchen tätig: Schienenverkehr, Windenergie, Anlagen- und Maschinenbau, Baumaschinen, Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie sowie Landmaschinen.

Laut Christian Lüdke, Finanzchef und Geschäftsführer der Dihag, hatten Kunden der Eisenwerk Hasenclever & Sohn den Wunsch an Dihag herangetragen, das Unternehmen zu übernehmen. Das „und die damit verbundene signifikante finanzielle Unterstützung hat uns davon überzeugt, dass die Gießerei technisch herausragend ist und daher langfristig am Markt bestehen wird“, erklärt Lüdke.

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