VDI-Tagung

ELIV-Tagung 2015: Branche im Umbruch

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Es bleibt vorerst bei Li-Ionen

Bei den Batterien repräsentiert nach Angaben von Dr. Holger Fink, Entwicklungsleiter bei der Robert Bosch Battery Systems GmbH, die Lithium-Ionen-Batterie noch einige Jahre den Stand der Technik. Dabei werden in den nächsten Jahren weiter die Preise, das Gewicht und das Volumen der Batterien sinken. Während die Preise für die erste Generation im Bereich von 400 bis 600 Euro pro Kilowattstunde liegen, erwartet Fink bis 2020 mindestens eine Preishalbierung. Schon 2020 sollen Bosch-Batterien mehr als doppelt so viel Elektrizität speichern können und dabei deutlich weniger kosten. Entsprechend sind die Marktprognosen: Bosch erwartet, dass in zehn Jahren weltweit rund 15 Prozent aller Neufahrzeuge einen elektrifizierten Antrieb haben. Deshalb investiert das Unternehmen 400 Millionen Euro jährlich in die Elektromobilität.

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Zukunftsentwicklungen wie etwa Lithium-Schwefel oder Lithium-Sauerstoff befinden sich gegenwärtig noch im Vorentwicklungsstadium. Vor einer Industrialisierung für den Einsatz im Auto müssen noch einige Probleme gelöst werden. Holger Fink erwartet vor 2025 keinen Serieneinsatz.

Telematikdienste auf dem Vormarsch

Nahezu 100 Prozent aller neu verkauften BMW Fahrzeuge können die Angebote ConnectedDrive (hauptsächlich Infotainmentfunktionen) und TeleServices (Diagnose- und Wartungsfunktionen) laut Elmar Frickenstein, Bereichsleiter Elektrik/Elektronik von BMW, nutzen. Beispielsweise soll der Teleservice Report bereits in der BMW-internen Fahrzeugentwicklung die Prozesse bei allen Baureihen verbessern– etwa durch die periodische Übertragung der Temperaturverläufe der Festplatte im Navigations- und Entertainmentsystem an die stationäre Entwicklungs-Infrastruktur.

Bei einer Panne wird Remote Diagnose eingesetzt, um das Schadensbild besser zu bewerten und die optimale Hilfeform für den Kunden zu finden. Weitere Anwendungsfälle sind bei einem Software Update oder im Rahmen des Flottenmanagements. Bei letzterem unterstützt das Tool „BMW Fleet Cockpit“ Kunden bei der Administration und dem Management ihrer Flotte.

Außerdem betonte der BMW-Manager, dass jedes zehnte weltweit verkaufte Elektrofahrzeug (EV) ein BMW i3 ist. In Deutschland sogar jedes vierte. Es gibt nach Angaben von Frickenstein keinen anderen OEM, der die Elektromobilität so nachhaltig über alle relevanten Kundenaspekte treibt wie BMW. Aber nicht nur die i Fahrzeuge sind elektrifiziert. Neben dem 2er und 3er haben die Münchner vor kurzem den X5 als Plug-in-Variante vorgestellt und der neue 7er, wird ebenfalls mit dieser Antriebstechnik zur Verfügung stehen.

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