60 Jahre Automobil Industrie

ElringKlinger: Mehr als Zylinderkopfdichtungen

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Elektrisierende Ideen

Leichtbau ist heute. Aber was kommt morgen? Diese Frage beschäftigt auch ElringKlinger. Dabei hat sich das Unternehmen frühzeitig den neuen Herausforderungen gestellt und schon vor Jahren damit begonnen, Produkte für alternative Antriebstechnologien zu entwickeln – teilweise in enger Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen. Dabei profitiert der Zulieferer von einem entscheidenden Vorteil: Er kann auf vorhandene Prozesse, Know-how in der Metall- und Kunststoffbearbeitung sowie geballte Material- und Werkzeugkompetenz aufbauen. Inzwischen hat ElringKlinger zahlreiche Patente und Gebrauchsmuster angemeldet. Außerdem hat das Unternehmen sehr umfassend in spezielle Labor- und Entwicklungseinrichtungen sowie Fertigungsanlagen investiert. Die Mitarbeiter führen die komplette mechanische, elektrische und chemische Absicherung in einem eigens dafür aufgebauten Kompetenzzentrum selbst durch.

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Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien

Mit der Serienproduktion von Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien, die in heutigen Elektroantrieben hauptsächlich eingesetzt werden, hat ElringKlinger bereits Anfang des Jahres 2011 begonnen. Seither liefert das Unternehmen zum Beispiel Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs. Darüber hinaus hat ElringKlinger weitere Innovationen im Portfolio, etwa Druckausgleichselemente für die Energiespeicher. Den Druckausgleich regelt eine sogenannte Polytetrafluorethen (PTFE)-Membran, deren Dicke und Porösität die Luftleitwerte definiert. Der Zulieferer bietet somit auch für die Elektromobilität Produkte aus einer Hand: von der ersten Idee über die Konstruktion und Prototypenerstellung, die Prüfung und Absicherung bis hin zur Serienfertigung.

Die Zukunft der Brennstoffzelle aktiv mitbestimmen

Und auch wenn momentan noch völlig unklar ist, wann der Brennstoffzellentechnologie der Durchbruch gelingen mag, ist ElringKlinger längst auf diesem Gebiet tätig. Egal ob Komponenten oder komplette Stacks – die Arbeiten in dieser speziellen Technologie stellen Meilensteine in der jüngeren Unternehmensgeschichte dar. Genau wie in der Elektromobilität kann ElringKlinger hier auf vorhandenes Wissen aufbauen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Lieferant für die Automobilindustrie mit automatisierten Serienprozessen in der Formgebung für Metalle, dem Kunststoffspritzguss, dem automatisierten Stapeln, der Füge- und Beschichtungstechnologie sowie dem hauseigenen Werkzeug- und Formenbau ist das Unternehmen ein idealer Partner für die Industrialisierung von Brennstoffzellenprodukten – egal ob es um eine Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (PEMFC) oder eine Festoxidbrennstoffzelle (SOFC) geht.

Hohe elektrische Wirkungsgrade

Die PEM-Brennstoffzellentechnologie ist überall dort vorteilhaft, wo reiner Wasserstoff als Brennstoff verfügbar ist und ein hoher elektrischer Wirkungsgrad gefordert wird. Die Pluspunkte der ElringKlinger-Stacks liegen in einer hohen Leistungsdichte, einer hervorragenden Eignung für mobile Anwendungen sowie hoher Dynamik in der Leistungsbereitstellung. Mit dezentraler Wasserstoffversorgung sind sie bereits heute einsetzbar. Aber auch für den Alltag bietet ElringKlinger passende Brennstoffzellenkonzepte.

Hochtemperaturbrennstoffzelle für Erdgas und Diesel

Die SOFC-Brennstoffzelle etwa zählt zu den Hochtemperaturbrennstoffzellen und kann daher einfacher mit Brennstoffen wie Erdgas oder Diesel betrieben werden. Sie kann zur Strom- und Wärmeversorgung beispielsweise in Einfamilienhäusern, in Lkw oder Wohnmobilen zum Einsatz kommen, da hier hohe elektrische Wirkungsgrade bei geringen Geräuschemissionen gefordert sind. Aufgrund des hohen Temperaturniveaus kann zudem Wärme einfach ausgekoppelt werden, zur weiteren Nutzung zum Beispiel für die Warmwasserbereitung.

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