GAIA erster Kunststoffbatterie-Prototyp

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Die GAIA-Akkumulatorenwerke GmbH in Nordhausen liefern jetzt den ersten Prototyp einer Kunststoffbatterie aus, die sich jetzt als Energiespeicher im 42-Volt-Bordnetz für das Auto der Zukunft bewähren soll.

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Die GAIA-Akkumulatorenwerke GmbH in Nordhausen liefern jetzt den ersten Prototyp einer Kunststoffbatterie aus, die sich jetzt als Energiespeicher im 42-Volt-Bordnetz für das Auto der Zukunft bewähren soll. Diese Batterie der GAIA-eigenen Lithium-Ionen-Polymer-Technologie entstand in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Lithium Technology Corporation (LTC) in Plymouth Meeting, Pennsylvania.

Die Batterie wird im Rahmen des Projekts Astor (Assessment and testing of advanced storage systems for propulsion and other electrical systems in passenger cars) an BMW geliefert. Die Münchner haben in diesem Projekt der Europäischen Union die Aufgabe übernommen, fortschrittliche Energiespeichersysteme auf ihre Eignung für das Automobil der Zukunft zu testen und zu bewerten. An dem Astro-Projekt sind neben BMW auch noch beteiligt Volkswagen, DaimlerChrysler, Opel, Fiat, Volvo und Peugeot.

Die Kunststoff-Batterie aus Nordhausen ist ein solches Energiespeichersystem, dass sich besonders dann anbietet, wenn die Entscheidung in der europäischen Automobilindustrie zugunsten eines 42-Volt-Bprdnetzes fällt. Der GAIA-Prototyp leistet bis zu 8 Kilowatt bei einer Kapazität von 27 Amperestunden.

Die Batterie stellt eine Startleistung von 6 Kilowatt bei Temperaturen bis zu minus 25°Celsius bereit. Ihre Lebensdauer wird auf rund acht Jahre angesetzt. Sie besteht aus flachen Zellen, die - zusammen mit einer Batteriemanagement-Elektronik - in einem normalen Batteriegehäuse europäischen Standards untergebracht sind. Lebensdauer, Gewicht und Leistung sollen deutlich besser ausfallen als bei Blei-Säure- oder Nickel-Metallhydrid-Batterien.