Analyse EU-Neuwagenmarkt erholt sich nur langsam

Von Marie-Madeleine Aust 2 min Lesedauer

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Im Februar dieses Jahres erholte sich der europäische Neuwagenmarkt leicht. Die Zahl der Anmeldungen ist um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.

In einem Großteil der EU-Mitgliedsstaaten lag der Absatz weiterhin unter Vorkrisenniveau.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
In einem Großteil der EU-Mitgliedsstaaten lag der Absatz weiterhin unter Vorkrisenniveau.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Neuwagenmarkt in der EU erholt sich zwar weiter, bleibt aber deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) auf Basis der Zahlen des Branchenverbands Acea hervor.

Im Februar 2023 ist die Zahl der Neuzulassungen wieder leicht gestiegen – zum Vergrößern bitte klicken.(Bild:  Ernst & Young GmbH)
Im Februar 2023 ist die Zahl der Neuzulassungen wieder leicht gestiegen – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: Ernst & Young GmbH)

So stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der EU gegenüber Februar 2022 um 12 Prozent. In 22 der 27 EU-Mitgliedsländer lag der Absatz jedoch weiterhin unter dem Niveau von Februar 2019.

Grundsätzlich hätten sich die Rahmenbedingungen für die Autoindustrie jedoch verbessert, so die Experten von EY. So sei die Liefersituation bei Vorprodukten und Halbleitern deutlich besser als noch vor einem Jahr. Allerdings gebe es weiterhin erhebliche Probleme, vor allem der Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen den USA und China, die hohe Inflation und die hohen Neuwagenpreise würden den Absatz dämpfen.

Wachstum bei Elektroautos lässt nach

Die Neuzulassungen reiner Elektroautos (BEV) legten im Februar insgesamt um 39,6 Prozent zu. Der Marktanteil stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 9,7 Prozent auf 12,1 Prozent. Die höchsten Marktanteile wurden wieder in den Skandinavischen Ländern registriert: In Schweden lag der BEV-Marktanteil bei 33 Prozent, in Finnland bei 30 Prozent und in Dänemark bei 27 Prozent.

Deutlich seltener werden Elektroautos in Osteuropa verkauft: In Polen betrug der BEV-Marktanteil im Februar gerade mal 2,9 Prozent und in der Tschechischen Republik 1,8 Prozent. Auch in Südeuropa ist der Anteil reiner Elektroautos nach wie vor sehr niedrig: In Italien liegt er bei 3,7 Prozent, in Spanien bei 4,5 Prozent.

Deutschland liegt mit einem BEV-Marktanteil von 15,7 Prozent im EU-Vergleich im oberen Mittelfeld. Ein ausschlaggebender Faktor beim Kauf von BEV-Modellen seien etwaige Kaufprämien, heißt es weiter in der Mitteilung. Länder ohne staatliche Förderprogramme weisen die geringsten Elektro-Marktanteile auf.

Der PHEV-Marktanteil ist EU-weit auf 7,2 Prozent gesunken – zum Vergrößern bitte klicken.(Bild:  Ernst & Young GmbH)
Der PHEV-Marktanteil ist EU-weit auf 7,2 Prozent gesunken – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: Ernst & Young GmbH)

Plug-in-Hybride auf dem Rückzug

Besonders schwer haben es Plug-in-Hybride (PHEV). Deren Neuzulassungen sanken im Februar EU-weit gegenüber dem Vorjahresmonat um 7 Prozent. Auch der Marktanteil ist von 8,6 Prozent auf 7,2 Prozent gefallen.

In Summe haben die beiden elektrischen Antriebsformen PHEV und BEV im Februar somit um 17,5 Prozent zugelegt – nur etwas stärker als der Gesamtmarkt. Der gemeinsame Marktanteil elektrifizierter Neuwagen stieg daher nur leicht: von 18,3 Prozent auf 19,3 Prozent.

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