Europäischer Herstellerverband Acea fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Europa müsse die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und für fairen Wettbewerb sorgen, fordert der Acea in einem Manifest. Dazu gehörten auch zweckmäßige Anreizsysteme für den Kauf von E-Autos.

Acea-Präsident und Renault-CEO Luca de Meo fordert eine stringende Europa-Politik. Der Vorstand des Herstellerverbands bestätigte ihn für eine zweite Amtszeit. (Bild:  ACEA)
Acea-Präsident und Renault-CEO Luca de Meo fordert eine stringende Europa-Politik. Der Vorstand des Herstellerverbands bestätigte ihn für eine zweite Amtszeit.
(Bild: ACEA)

Der europäische Herstellerverband Acea hat heute (29.11.) sein Manifest für das nächste Europäische Parlament und die Kommission vorgestellt. Es enthält einen Fahrplan, der auf drei Säulen – Angebot, Produktion und Nachfrage – beruht und von der Automobilindustrie gemeinsam mit ihren Partnern umgesetzt werden soll.

„Unsere Branche befindet sich inmitten des größten Wandels der vergangenen hundert Jahre“, sagte Acea-Präsident Luca de Meo, der auch CEO der Renault-Gruppe ist. „Für uns steht die Notwendigkeit der Dekarbonisierung außer Frage. Wir investieren Milliarden, um dies zu erreichen – weit mehr als jeder andere Sektor.“ Angesichts des Ausmaßes des Wandels werde jedoch kein einzelner Akteur in der Lage sein, das gesamte Mobilitäts-Ökosystem zu verändern.

Widersprüchliche Vorschriften

„Unsere Branche muss sich auf durchschnittlich acht oder neun EU-Verordnungen einstellen, die jedes Jahr bis 2030 in Kraft treten; in einigen Fällen handelt es sich dabei um widersprüchliche Vorschriften“, erklärte de Meo. Das könne so nicht weitergehen: Europa brauche dringend einen ganzheitlichen Ansatz für die Herausforderungen der Automobilindustrie, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst, von der vorgelagerten bis zur nachgelagerten Industrie.

Schließlich beträfen die Probleme, mit denen man konfrontiert sei, alle Sektoren: Automobil, Bergbau, Energie, Infrastruktur und darüber hinaus. Wenn man sich die globalen Konkurrenten anschaue, sehe man, dass sie das sehr gut können.

Gleiche Wettbewerbsbedingungen

„Europa muss nicht nur dafür sorgen, dass wir genauso gut gerüstet sind wie andere Regionen, sondern auch dafür, dass wir unter gleichen Bedingungen konkurrieren. Wettbewerb ist sehr gesund, echter Wettbewerb bedeutet aber auch offene globale Märkte und freie und faire Handelsregeln“, sagte de Meo.

Ein Schlüsselelement des Acea-Fahrplans ist es, Europa zu einem Zentrum für die Herstellung umweltfreundlicher und intelligenter Fahrzeuge zu machen. „Wir müssen mit den politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um die Voraussetzungen für die Herstellung einer breiten Palette von emissionsfreien Modellen zu schaffen, einschließlich kleiner, erschwinglicher Elektrofahrzeuge, deren Produktion in Europa rentabel ist“, erklärte de Meo.

Gleichzeitig gelte es auch auf der Nachfrageseite anzusetzen, indem man auf allen politischen Ebenen – von der EU bis hin zu den Städten und Gemeinden – angemessene, zweckmäßige Anreizsysteme schaffe.

Die Autoindustrie ist ein entscheidender Wirtschaftszweig in Europa. Acea-Angaben zufolge beschäftigt sie rund 13 Millionen Menschen und hat einen Anteil von sieben Prozent am Bruttoinlandsprodukt der EU.

Mit Material von dpa

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