Vertriebsstart Fisker liefert erstes Auto in Deutschland aus und kämpft mit Software-Problemen

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Der Elektroautobauer hat seine erste Zulassung in Deutschland. Das Auto ging allerdings an den eigenen Chef. Ein in Dänemark ausgeliefertes Modell soll nicht betriebsbereit sein.

Henrik Fisker eröffnete den ersten deutschen Schauraum seines Unternehmens in der Münchner Innenstadt und wurde gleichzeitig sein erster Kunde.(Bild:  Fisker Inc.)
Henrik Fisker eröffnete den ersten deutschen Schauraum seines Unternehmens in der Münchner Innenstadt und wurde gleichzeitig sein erster Kunde.
(Bild: Fisker Inc.)

Nachdem am 5. Mai in Dänemark der erste europäische Kunde seinen Fisker Ocean in Empfang genommen hatte, verkündete Fisker seine erste Neuzulassung in Deutschland. Das Auto ging jedoch nicht an einen Endkunden sondern an Firmenchef Henrik Fisker selbst.

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Endkunden müssen allerdings noch warten. Fisker hat nach eigenen Angaben bisher erst 55 Einheiten des Ocean produziert – die meisten davon zu Test- und Homologationszwecken. Das Auto wird beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Graz gebaut. Ab dem zweiten Quartal will Fisker das Produktionsvolumen deutlich ausbauen und bald die ersten Endkunden beliefern. 1.400 bis 1.700 Einheiten will der Autobauer im zweiten Quartal fertigen.

Software-Probleme verzögern Auslieferungen

Ob das gelingt, kann momentan angezweifelt werden. Wie Bloomberg berichtet habe der Hersteller größere Probleme mit teilen der Software für die Fahrzeuge. Angeblich sollen die Autos lediglich mit Basisfunktionen ausgeliefert werden. Fisker bestätigte dies laut Bloomberg indirekt: „Ein einfaches Fahrerassistenzsystem werde später per Funkverbindung auf den bereits ausgelieferten Fahrzeugen installiert“, heißt es.

Momentan soll das in Dänemark ausgelieferte Auto nicht betriebsbereit sein. Unterdessen hat Henrik Fisker die geplante Produktionsmenge nach unten korrigiert: Für das gesamte Jahr rechnet das Unternehmen mit 32.000 bis 36.000 Einheiten; gegenüber vormals gut 42.000 Stück.

Auch der SOP des zweiten Modells, Fisker Pear, verzögert sich: Laut Bloomberg werden die von Foxconn produzierten Fahrzeuge frühestens im Jahr 2025 (statt 2024) ausgeliefert.

Spezielles Offroad-Modell angekündigt

Fisker kündigte außerdem jetzt eine spezielles Offroad-Paket für den Ocean an. Der Ocean Force E verfügt über eine höhere Bodenfreiheit und verstärkte 20-Zoll-Felgen mit speziellen Reifen für die Fahrt im Gelände. Eine Unterboden-Platte aus Titan soll die Batterie des Offroaders über die komplette Länge schützen.

Der Fisker Ocean Force-E soll ab dem vierten Quartal 2023 verfügbar sein.(Bild:  Fisker Inc.)
Der Fisker Ocean Force-E soll ab dem vierten Quartal 2023 verfügbar sein.
(Bild: Fisker Inc.)

Optional können für den Innenraum Gummiabdeckungen, zusätzliche Haltegriffe und Spanngurte geordert werden. Auch ein Dachkorb steht auf der Optionsliste. Das Force-E-Paket kann bei Ocean-Versionen mit Allrad auch nachgerüstet werden. Der Fisker Ocean kostet in der Einstiegsvariante mit Frontantrieb 38.883 Euro (inklusive dem Herstelleranteil am Umweltbonus).

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