Historie

Ford Kompaktklasse: Vom Taunus zum Focus

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Chronik

  • 1934: Ford Deutschland wirbt mit seinem ersten „Volkswagen“, dem Typ Köln (Typ Y)
  • 1938: Erste Erprobungsfahrten mit Prototypen des Ford Taunus, der unter dem Code G 93 A entwickelt wird und in der Tradition des Ford-Volkswagens stehen soll
  • 1939: Im Juni erlebt der Ford Taunus mit 1,2-Liter-Vierzylinder seine Markteinführung. Zweitürige Karosserie mit hinten angeschlagenen Türen. Die Karosserien liefert das Werk Ambi-Budd aus Berlin. Mit dem Taunus debütiert die erste deutsche Ford Konstruktion
  • 1940: Prototypen-Erprobung eines Taunus mit 1,5-Liter-Triebwerk. Die Produktion des Taunus läuft während des Krieges bis 1942 weiter als sogenannter Einheits-Pkw für die Wehrmacht
  • 1948: Auf der Exportmesse in Hannover zeigt Ford den ersten Prototypen eines Nachkriegs-Taunus. Am 1. Oktober Produktionsanlauf des Taunus mit Modifikationen im Interieur und an Technik, jetzt unter dem internen Code G 73 A. Die Karosserien werden anfangs aus Osnabrück (Karmann) und Wolfsburg (Volkswagen) geliefert, weil sich die Taunus-Werkzeugzeugmaschinen bei Ambi-Budd in Ost-Berlin befinden und noch nicht von der Besatzungsmacht frei gegeben sind. Im November Lieferbeginn des Taunus Spezial und gehobener Ausstattung
  • 1949: Ford liefert Taunus-Fahrgestelle an zahlreiche Karossiers, die ein damals beispielloses Portfolio an Aufbauten für den Ford anbieten, darunter Kombis, Kastenwagen, Coupés, Cabriolets und Pullman-Limousinen. Ford erreicht 10,1 % Marktanteil in Deutschland
  • 1950: Ab Mai Taunus Spezial mit größerem Rückfenster und technischen Modifikationen wie Vierganggetriebe sowie waagerechten Chromleisten und neuen Stoßfängern
  • 1951: Taunus Deluxe ab Januar mit einteiliger Windschutzscheibe und ausstellbaren Dreiecksfenstern vorn sowie Blinkern statt Winkern
  • 1952: Im Januar Vorstellung des deutlich kostspieligeren und höher positionierten Nachfolgers Taunus 12 M. Mitte des Jahres Produktionsauslauf des „Buckel“-Taunus
  • 1964: Entwicklungsbeginn für den Nachfolger des englischen Ford Anglia, den späteren Escort
  • 1967: Ford of Europe wird gegründet. Erstes paneuropäisches Ford-Pkw-Modell wird der Escort. Der Escort wird im Herbst in London auf einer Vorpräsentation gezeigt und dies als designierter Nachfolger des Ford Anglia
  • 1968: Offizielle Publikumspremiere feiert die erste Generation des Escort im Januar auf dem Salon in Brüssel mit fünf Motoren und Leistungswerten von 40 bis 64 PS. Auf Märkten wie Italien und Frankreich werden auch steuerbegünstigte 1,0-Liter-Escort mit 34 und 36 PS verkauft. Der Verkaufsstart in Deutschland erfolgt kurz nach nach der Pressepremiere in Berlin am 27. August. In England läuft schon im April das 100.000ste Exemplar vom Band. Ab September wird der Escort auch im belgischen Werk Genk gebaut. Außerdem startet die Escort-Fertigung in Israel, die bis November 1975 andauert
  • 1969: Vorstellung von Escort 1300 GT Gruppe 2 mit 130 PS und Escort Twin Cam Gruppe 2 mit 165 PS im März, im April folgt der Escort Turnier. Anlässlich der IAA in Frankfurt wird im September die viertürige Limousine präsentiert, außerdem gibt es auf verschiedenen Märkten eine Lieferwagenversion. Produktionsbeginn in Neuseeland
  • 1970: Ford Deutschland schreibt einen Markenpokal für den Escort aus. Im Januar erfolgt der Produktionsstart des Escort im Werk Saarlouis. Im Mai neue Getriebe und im September anlässlich eines Facelifts leistungsstärkere Motoren mit 44 bis 72 PS. Im November läuft in Großbritannien die Produktion des sportlichen Mexico an, nachdem der Escort auch bei der damals härtesten Langstreckenrallye von London nach Mexiko siegte. Australien nimmt die Fertigung des Escort auf
  • 1971: Am 18. Oktober läuft nach vier Produktionsjahren der einmillionste Escort von britischen Produktionsbändern. Der Aktionskünstler HA Schult macht im Oktober drei orangerote Escort zum Mittelpunkt einer spektakulären Kunstinstallation in der Kölner Innenstadt. Passanten werden aufgefordert mit den Escort durch die Stadt zu fahren und einem mitfahrenden Psychologen sowie via Funkkontakt an HA Schult über ihre Gefühle zu sprechen
  • 1972: Ab August zeigen sich alle Escort mit schwarzem Kühlergrill und Detailmodifikationen im Interieur
  • 1973: Ab Januar startet das Escort-Programm mit 48 PS Leistung, optional ist aber ein 44 PS-Motor lieferbar. Im Juni Verkaufsbeginn des 100 PS leistenden Ford Escort RS 2000, die Auslieferung erfolgt über Ford-Rallye-Sport-Händler
  • 1974: Der Escort GT wird vom GXL mit Kunstlederdach abgelöst. Im Juni läuft der zweimillionste Escort vom Band. Damit ist der Escort das erfolgreichste Ford-Modell außerhalb Nordamerikas. Im Dezember endet die Produktion der ersten Generation des Escort nach insgesamt 2.145.656 Einheiten. 848.388 Escort fertigten die deutschen Ford-Werke, davon fanden 234.667 Exemplare deutsche Käufer
  • 1975: Auf technischer Basis der ersten Generation erscheint im Januar der Escort II, der von Ford Deutschland entwickelt wurde
  • 1977: Die blaue Ford-Pflaume löst als Markenlogo den Schriftzug im Kühlergrill ab
  • 1980: Vorstellung der dritten Escort-Generation als Drei- und Fünftürer, als Turnier und als sportlicher XR3
  • 1983: Ab Februar gibt es den Kombi auch mit vier Türen. Ab September ist erstmals ein 1,6-Liter-Dieselaggregat erhältlich. Zur Jahresmitte wird der Escort mit Stufenheck unter dem Namen Orion vorgestellt. Im September folgt das Escort Cabrio
  • 1984: Im September lanciert Ford den RS Turbo mit 97 kW/132 PS-Maschine
  • 1986: Mit einer Modellpflege im Februar erhalten alle Escort einen neuen Innenraum, eine neue Front, neue Stoßfänger und vergrößerte Heckleuchten. XR3i und RS Turbo serienmäßig mit ABS
  • 1987: Am 7. Februar rollt der sechsmillionste Escort vom Band
  • 1988: Im Februar läuft das 50.000 Escort Cabriolet vom Band
  • 1990: Im Oktober wird die vierte Generation des Escort eingeführt. Das Werk in Saarlouis leistet Sonderschichten und produziert täglich bis zu 1.360 Escort. Der 1,8 D ist als erster Diesel seiner Klasse mit einem Katalysator erhältlich. Im Januar erscheint das Cabrio-Sondermodell „Highlight“. Vier Monate später wird das 100.000. Cabriolet fertiggestellt
  • 1991: Auf dem Genfer Salon zeigt Ford den XR3i 2000, der im September als RS 2000 mit 2,0-Liter-16V-(110 kW/150 PS)-Motor zu den Händlern kommt. In diesem Monat wird außerdem der Escort Express mit Elektroantrieb vorgestellt. Die Reichweite soll 160 Kilometer betragen. In diesem Jahr werden in Deutschland 160.792 Escort-Einheiten zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von vier Prozent. Insgesamt werden 337.682 Einheiten produziert
  • 1992: Im März feiert der Escort „RS Cosworth 4x4“ Premiere. Diese Version dient als Grundlage für den Rallye-Wagen für die Rallye-WM, Gruppe A
  • 1993: Ab Mai ist das Cabriolet als Sondermodell „Michael Schumacher Edition“ erhältlich. Im September wird die 4x4-Version des RS 2000 eingeführt. Alle Modelle serienmäßig mit Beifahrer-Airbag. Die Modellbezeichnung Orion entfällt zugunsten Escort Stufenheck
  • 1995: Facelift im Januar für Limousine und Cabriolet
  • 1997: Nach der Produktion von 83.983 Cabrio-Einheiten endet die Fertigung am 30. September. Ende des Jahres kommt das Escort-Sondermodell „Classic“ auf den Markt. Als „Classic“ wird der Escort auch nach Einführung des Focus weiter verkauft
  • 1998: Im Oktober geht der Focus an den Start. Für Europa erfolgt die Produktion zunächst in Deutschland (Saarlouis) und Spanien. Die drei- und fünftürigen Schräghecklimousinen, die Stufenhecklimousine und der Kombi Turnier sind in New-Edge-Design gezeichnet. Entwickelt wurde der Focus als Weltauto im Rahmen der Ford-2000-Restrukturierung
  • 1999: Der Focus WRC beginnt seine Rallye-Karriere, die bis 2010 andauert und von 44 Siegen bei 173 Starts gekrönt wird
  • 2000: In den Jahren 2000 und 2001 ist der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Auto.
  • 2001: Focus Hydrogen mit Brennstoffzellenantrieb debütiert auf dem Genfer Salon und wird in Kleinserie gebaut für Feldversuche in USA, Kanada und Deutschland
  • 2002: Focus RS kommt in den Handel mit 215 PS starkem 2,0-Liter-Vierzylinder, der Focus ST bescheidet sich mit 173 PS
  • 2003: Als Focus C-Max geht ein Minivan an den Start, ab einem Facelift im Jahr 2007 Vermarktung als C-Max
  • 2004: Auf dem Pariser Salon debütiert im Oktober die zweite Generation des Focus in weniger polarisierendem Design
  • 2005: Neuer Focus ST mit 226 PS starkem Fünfzylinder-Benziner aus dem Volvo-Fundus. In Saarlouis wird im Juni der 10-millionste Ford der Kompaktklasse produziert (Focus und Vorgängermodell Escort)
  • 2006: Auf dem Genfer Salon debütiert das Focus Coupé-Cabriolet, ein erstes Focus Vignale Concept wurde bereits auf dem Pariser Salon 2004 enthüllt
  • 2007: Die US-Version des zweiten Focus geht an den Start, dies nur in Stufenheckform
  • 2009: Marktstart für einen neuen Focus RS mit 305-PS-Fünfzylinder. Eine Prototypen-Serie von Focus Electric geht in den Feldversuch
  • 2010: Im ersten Quartal ist der Ford Focus meistproduzierter Pkw der Welt. Im Januar debütiert die dritte Focus-Generation im Kinetic-Design auf der NAIAS in Detroit. Im Mai kommt mit dem 350 PS leistenden Focus RS500 die stärkste Version der zweiten Focus-Generation in den Handel. Der Focus ST erlebt mit 250-PS-Vierzylinder eine Neuauflage, dies erstmals auch als Turnier
  • 2011: Bei der CES in Las Vegas feiert der Focus Electric Weltpremiere. Für Europa wird der Focus Electric in Saarlouis gebaut, allerdings nur in kleiner Auflage
  • 2012: In den Jahren 2012 und 2013 erreicht der Ford Focus mit jeweils mehr als einer Million verkauften Exemplaren erneut den ersten Rang in den weltweiten Verkaufsstatistiken
  • 2015: Die dritte Generation des Focus RS (mit 2,3-Liter-Vierzylinder) wird lanciert und dies auch in Nordamerika
  • 2016: Mit 728.916 Einheiten liegt die Focus-Produktion um zwölf Prozent niedriger als im Vorjahr und der Focus steht auf dem elften Rang der Weltproduktion
  • 2018: Mit der Heritage Edition RS verabschiedet sich die schnellste Version der dritten Focus-Generation in London. London ist am 10. April auch der Ort der Weltpremiere für die vierte Generation des Ford Focus, die Mitte des Jahres ihre europäische Markteinführung feiert
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