Werksschließung Ford Saarlouis: Sozialtarifvertrag und weniger Jobs

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ford hat für seinen Standort Saarlouis eine Einigung mit Gewerkschaft und Betriebsrat verhandelt. Für die verbleibenden Beschäftigten soll es einen Sozialtarifvertrag geben.

Ford hat für seinen Standort Saarlouis einen Sozialtarifvertrag ausgehandelt.(Bild:  Ford)
Ford hat für seinen Standort Saarlouis einen Sozialtarifvertrag ausgehandelt.
(Bild: Ford)

Ford wird den Focus im Werk Saarlouis ein halbes Jahr länger fertigen als geplant; die Produktion sollte im Mai 2025 enden. Außerdem will der Konzern 1.000 Beschäftigte am Standort bis Ende des Jahres 2032 weiterbeschäftigen. Zusätzlich wird es Abfindungen und Prämien geben, eine Transfergesellschaft und Qualifizierungsprogramme. Darauf haben sich der Betriebsrat, die Gewerkschaft IG Metall und der Autohersteller Ford geeinigt. Die Regelung betrifft insgesamt 3.750 Beschäftigte.

Betriebsratschef Markus Thal verkündete das am Mittwoch (7. Februar) laut der Deutschen Presse-Agentur auf einer Belegschaftsversammlung. Demnach habe er eine Eckpunktevereinbarung mit der Geschäftsführung von Ford Deutschland unterzeichnet. Die IG Metall und Ford hätten einen dazugehörigen Sozialtarifvertrag unterschrieben.

Abstimmung über Sozialtarifvertrag im Februar

„In keinem Betrieb in Deutschland gibt es ein vergleichbares Gesamtpaket“, argumentierte Thal laut dpa. Die IG Metall will ihre Mitglieder bei Ford voraussichtlich am 22. Februar abstimmen lassen, ob sie das Gesamtpaket annehmen. Die Alternative ist ein unbefristeter Arbeitskampf.

Der Gewerkschaft gehören laut dpa rund 98 Prozent der Ford-Belegschaft an. Der Betriebsrat empfiehlt, den Vorschlag anzunehmen. „Aus unserem Blickwinkel wurden in einem intensiven Prozess alle Punkte auf ein Maximum ausverhandelt“, kommentierte das Gremium.

Potenzieller Investor abgesprungen

Ford hatte im Oktober 2023 mitgeteilt, dass die Übernahme des Werkes Saarlouis gescheitert ist. Der potenzielle Investor wollte die Gespräche zuerst nicht weiterführen, hatte sich dann zu weiteren Gesprächen bereit erklärt – am Ende führte das jedoch zu keiner Investitionszusage.

Mit Material von dpa

(ID:49905502)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung