Elektromobilität Zwei Forschungsprojekte für bessere Batteriegehäuse

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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AZL aus Aachen will in zwei Forschungsprojekten das Gehäuse-Design von E-Auto-Akkus verbessern. Untersucht werden neue Zell-Chemien und -Techniken sowie eine Vorhersage der Belastungen beim thermischen Durchgehen.

Das AZL Industrie Konsortium setzt seine Projektserie zur Entwicklung neuer Batteriegehäuse für die Elektromobilität fort.(Bild:  IM Imagery | stock.adobe.com)
Das AZL Industrie Konsortium setzt seine Projektserie zur Entwicklung neuer Batteriegehäuse für die Elektromobilität fort.
(Bild: IM Imagery | stock.adobe.com)

Der Forschungsdienstleister AZL hat zwei Projekte zum Gehäuse-Design von E-Auto-Akkus geplant. Unabhängig von der Materialklasse von Batterieghäusen sind das thermische Durchgehen der Zellen und die damit verbundenen thermischen und mechanischen Lasten eine Herausforderung, schreibt das AZL. Das habe enormen Einfluss auf die Materialauswahl, Bauweise, Schutzmaßnahmen und letztendlich auf Gewicht, Kosten sowie CO2-Fußabdruck der Hochvoltspeicher.

Diese Herausforderungen will man in den nun geplanten Projekten gemeinsam mit Partnern aus der Autoindustrie angehen. Ziel ist es, das Design und die Auswahl von Bauweisen sowie des Entwicklungsprozesses von Batteriegehäusen zu verbessern.

Projekt „Emerging Battery Storage Technologies“

Im Bereich der Zell-Chemien gibt es kontinuierliche Neuentwicklungen. Die Zell-Konfiguration und insbesondere die Zell-Chemie haben laut AZL großen Einfluss auf die Bauweise von Batteriegehäusen. Im Detail sind davon die Größe und Temperierung im Normalbetrieb sowie der notwendige Schutzlevel im Falle von Störereignissen, wie Unfällen und dem thermischen Durchgehen betroffen.

Das Projekt werde eine Markt- und Technologieanalyse zu verschiedenen Zell-Techniken sowie die Entwicklung von Designkonzepten und Kosten-Nutzen-Bewertungen von Gehäusekonzepten umfassen. Die teilnehmenden Unternehmen könnten Einblicke in die Wettbewerbsfähigkeit von Gehäuse-Designs basierend auf Stahl, Aluminium, Kunststoffen sowie Multi-Material-Bauweisen erhalten.

Projekt „Thermal Propagation in BEV Battery Casings“

Projekte Nummer zwei beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie die tatsächlich im Fall des thermischen Durchgehens auftretenden Belastungen genauer vorhergesagt werden können. Davon ausgehend sollen das Zell- und Gehäuseverhalten verbessert werden. Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt. Die Basis bilde eine Analyse des zeitlichen Ablaufs, der Lasten, den Einfluss von Zell-Charakteristika sowie geeigneten Modellen mit Bezug zum thermischen Durchgehen. Anschließend sollen die Projektpartner Analysemethoden erarbeiten und bewerten, die eine Vorhersage der Lasten zur Integration in CAE-Analysen für die Bauteilentwicklung ermöglichen. Abschließend werden Richtlinien zur Anwendung der Methode bereitgestellt.

Die neuen Projekte starten am 11. September. Bis dahin könnten interessierte Unternehmen ihre Teilnahme laut AZL anmelden. Die Laufzeit ist auf neun Monate angesetzt. Der Forschungsdienstleister nennt Audi, Magna Steyr Fahrezugtechnik, Posco und Syensqo als bereits feststehende Partner. (se)

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