Zulieferer Forvia gründet Joint-Venture mit Autohersteller Chery

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie viele andere Zulieferer auch, investiert Forvia weiter in China. Ein neues Gemeinschaftsunternehmen soll den kompletten Fahrzeuginnenraum bedienen.

Das Portfolio des neuen Gemeinschaftsunternehmens von Forvia und Chery soll den gesamten Fahrzeuginnenraum abdecken.(Bild:  Forvia)
Das Portfolio des neuen Gemeinschaftsunternehmens von Forvia und Chery soll den gesamten Fahrzeuginnenraum abdecken.
(Bild: Forvia)

Die beiden Unternehmen Chery und Forvia haben ein Joint-Venture im Bereich Cockpits angekündigt. Wie der Zulieferer mitteilt werde man gemeinsam Systeme und Module für das gesamte Interieur entwickeln und herstellen. Dazu zählen Sitze, Innenausstattung und Cockpit-Elektronik. Forvia gibt als Umsatzziel im Jahr 2029 eine Milliarde Euro vor.

Wie die Anteile zwischen den Eigentümern aufgeteilt werden, wer das neue Unternehmen leiten wird und ob Chery der einzige Kunde sein wird, wollte Forvia auf Nachfrage nicht mitteilen.

Lokale Forschung und zwei Produktionsstandorte

In der Stadt Wuhu, etwa 350 Kilometer westlich von Schanghai, ist neben dem Hauptsitz ein Forschungs- und Entwicklungszentrum geplant. Das Gemeinschaftsunternehmen soll zudem im ersten Halbjahr 2024 zwei Produktionsstandorte eröffnen. Wie die Anteile zwischen den Partnern aufgeteilt sind, sagten die Unternehmen nicht.

Die Investition fällt in eine Zeit, in der Zulieferer allgemein verstärkt ihre Präsenz auf dem chinesischen Markt ausbauen. Auch die Forvia-Tochter Hella und andere Tier-1-Lieferanten wie Valeo, Vitesco Technologies und ZF investieren in China. Chery hingegen expandiert stark außerhalb Chinas. CEO Yin Tongyue befindet sich momentan auf Europareise und es wird erwartet, dass er eine Partnerschaft mit einem hiesigen Autohersteller verkünden wird.

Hintergrund zu Chery

Der chinesische Autohersteller hat sehr früh angefangen seine Modelle zu exportieren. Fast jedes vierte Fahrzeug des OEMs wurde bislang außerhalb Chinas verkauft. Die Produktionsziele liegen bei rund drei Millionen Fahrzeugen bis zum Jahr 2024 und bei über fünf Millionen Einheiten im Jahr 2026.

(ID:50002445)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung